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Medikamente gegen Krebs

Zur Behandlung von Krebs werden verschiedene medikamentöse Therapien eingesetzt. Diese werden unterteilt in: 

Alle diese Therapien haben das Ziel, Krebszellen zu zerstören. Sie werden als Infusion, Spritze oder Tablette verabreicht. Meistens werden mehrere Behandlungen miteinander kombiniert: gleichzeitig oder nacheinander. 

Um nicht für jede Infusion eine Vene anstechen zu müssen, erhalten Betroffene manchmal einen dauerhaften Zugang in eine Vene gelegt. Hierfür eignen sich sogenannte Port-Systeme oder periphere Venenkatheter.

Das ist ein dauerhafter Zugang von aussen in eine Vene. Das Port-System, kurz Port, wird unter die Haut gelegt. Von aussen ist der Port als kleine Erhebung sichtbar. Für eine Infusion stechen Fachpersonen den Port kaum spürbar an. 

Der Port wird im Spital eingesetzt. Sie erhalten dafür eine örtliche Betäubung oder eine Vollnarkose. In der Regel können Sie am gleichen Tag nach Hause gehen. Port-Systeme können bei der Sicherheitskontrolle am Flughafen Alarm auslösen. Deshalb erhalten Sie einen Patientenausweis und sollten ihn bei sich tragen.

Das ist ein dünner Kunststoffschlauch, der über eine Vene in das Venensystem eingeführt wird. Wir unterscheiden zwischen PICCs und Midlines. Sie haben verschiedene Katheter-Längen.

Die PICC-Katheter werden in der Oberarmvene eingelegt, ihre Spitze wird nahe dem Herzen platziert. Sie werden für Therapien bis zu einem Jahr verwendet. PICCs sind eine Alternative zu den Port-Systemen.

Die Midline-Katheter werden in der Oberarmvene eingelegt, ihre Spitze bleibt in der Armvene. Sie sind eine Alternative zu den Venenverweilkanülen. Midline-Katheter werden für kürzere Infusionstherapien zwischen einer und sechs Wochen eingesetzt.

Für das Einsetzen gehen Sie ins Spital und können in der Regel am gleichen Tag nach Hause gehen. Die Einstichstelle wird örtlich betäubt. Pflegefachpersonen kontrollieren die Einstichstelle regelmässig.

Ihre behandelnde Onkologin oder Ihr behandelnder Onkologe und das Pflegepersonal besprechen mit Ihnen Ihre Fragen zur medikamentösen Therapie. Schreiben Sie sich Ihre Fragen zu Hause auf, damit sie keine vergessen. Es ist hilfreich, wenn Sie zu diesem Gespräch eine Begleitperson mitbringen.

Sind Sie unsicher bei der Wahl der Behandlung? Zögern Sie nicht, dies anzusprechen. Sie haben jederzeit das Recht, eine ärztliche Zweitmeinung einzuholen. Ihr Behandlungsteam kennt diese Möglichkeit und leitet Ihre Unterlagen an den entsprechenden Arzt weiter.

Folgende Fragen könnten Sie während des Gesprächs stellen:

  • Welche Art von medikamentöser Therapie erhalte ich?
  • Muss ich dafür ins Spital und kann ich am gleichen Tag wieder nach Hause gehen?
  • Wie lange dauert die Therapie?
  • Wie viel Erfahrung hat das Behandlungsteam bei der Behandlung meiner Krebsart? Die Erfahrung kann den Krankheitsverlauf und die Lebensqualität beeinflussen.
  • Werde ich Nebenwirkungen bekommen? Was kann ich dagegen tun? Wann muss ich mich auf jeden Fall melden und bei wem?
  • Wie wirkt sich die Therapie auf meinen Alltag, meinen Beruf und meine Freizeit aus?
  • Wer ist meine Ansprechperson bei Fragen? Wen rufe ich an, wenn ich  Fragen oder Nebenwirkungen habe?
  • Was kann ich selber tun, um mein Wohlbefinden zu stärken?
  • Wohin kann ich mich wenden, wenn mich die Erkrankung belastet? Wo finde ich Unterstützung für mich und meine Familie?

Auch das Krebstelefon und die kantonalen sowie regionalen Krebsligen sind für Sie da und beantworten Ihre Fragen.

Nein, bisher (Stand 2023) gibt es keinen zugelassenen Impfstoff gegen Krebs. Es gibt jedoch Impfstoffe gegen bestimmte Viren. Diese Viren erhöhen das Risiko, an Krebs zu erkranken. Die bekanntesten sind:

  • Impfstoffe gegen Hepatitis-B-Viren, die ein Risikofaktor für Leberkrebs sind.
  • Impfstoffe gegen humane Papillomviren (kurz HPV), die ein Risikofaktor für Gebärmutterhalskrebs sind.

Das ist eine Behandlung, die Ärzte individuell auf eine Person abstimmen. Entscheidend dafür sind die Eigenschaften der Krebszellen. Diese Eigenschaften werden im Labor untersucht und bestimmt.

Beispiele für personalisierte Medizin sind:

  • Wenn Krebszellen bestimmte genetische Veränderungen aufweisen, kommen zielgerichtete Therapien infrage. Auch eine Chemotherapie kann auf diese Veränderungen abgestimmt werden.
  • Wenn die Krebszellen bestimmte Rezeptoren aufweisen, kommt eine Antikörpertherapie infrage.
  • Haben die Krebszellen Hormonrezeptoren, kommen antihormonelle Medikamente infrage.

Die medikamentösen Tumortherapien können Nebenwirkungen verursachen. Manche Nebenwirkungen sind während der Therapie spürbar, andere erst nach Abschluss der Therapie.

Ob und im welchem Ausmass Nebenwirkungen auftreten, ist von Person zu Person verschieden. Viele Nebenwirkungen lassen sich lindern. 

Lesen Sie weiter «Was tun gegen Nebenwirkungen?». 

Gehen Sie vor der Behandlung zu Ihrer Zahnärztin oder Ihrem Zahnarzt. Fragen Sie nach einem Zahnstatus. Das ist ein schriftlicher Bericht über Ihre Zähne. Sie zeigen mit dem Zahnstatus, ob Ihre Zähne vor der Behandlung gesund sind.

Der Zahnarzt schaut auch, ob Sie versteckte Entzündungen im Mund haben. Er behandelt diese Entzündungen, bevor Sie mit einer Behandlung beginnen.

Warum ist das wichtig?

Die Behandlungen gegen Krebs können Ihre Zähne schädigen. Wenn die Behandlung Ihre Zähne beschädigt hat, können Sie abklären, ob die Krankenkasse die Kosten übernimmt. Für diese Abklärung brauchen Sie den Zahnstatus.

Zudem sollten Sie eine Behandlung gegen Krebs mit gesunden Zähnen und gesundem Zahnfleisch beginnen.

Verschieben Sie planbare zahnärztliche Eingriffe wegen der Entzündungsgefahr auf die Zeit nach der Therapie. Falls Sie während der Therapie notfallmässig zum Zahnarzt müssen, dann informieren Sie  ihn über Ihre Tumortherapie. Wichtig ist, dass Sie auch Ihre Onkologin oder Ihren Onkologen über Zahnarztbesuche oder Termine bei der Dentalhygiene informieren.

Die Wissenschaft entwickelt laufend neue Behandlungen gegen Krebs. In klinischen Studien untersuchen Forschende, ob die neue Behandlung besser gegen Krebs wirkt als die bekannte Behandlung.

Erkundigen Sie sich bei Ihrem behandelnden Arzt oder bei Ihrer behandelnden Ärztin, ob Sie an einer solchen Studie teilnehmen können.

Weitere Informationen dazu erfahren Sie bei Ihrem Behandlungsteam oder in der Broschüre «Krebsbehandlung im Rahmen einer klinischen Studie».

 

 

Aktualisiert im Oktober 2023.
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