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KrebsligaÜber KrebsKrebsarten von A bis ZWie wird Darmkrebs diagnostiziert?

Wie wird Darmkrebs diagnostiziert?

Wenn bei Ihnen der Verdacht auf Darmkrebs besteht, wird Ihre Ärztin oder Ihr Arzt Ihnen eine Darmspiegelung vorschlagen. Manchmal wird Darmkrebs auch bei einer Darmspiegelung gefunden, die Sie im Rahmen einer Früherkennung oder sonstigen Untersuchung machen. Die Ärztinnen und Ärzte werden Ihnen dann weitere Untersuchungen empfehlen. Damit können sie genauer herausfinden, wie sie den Darmkrebs bei Ihnen behandeln können. 

Welche Untersuchungen werden durchgeführt?

Die Darmspiegelung ist meistens die erste Untersuchung. Entweder erhalten Sie die Darmspiegelung im Rahmen einer Früherkennung oder Sie haben Beschwerden, die auf Darmkrebs hinweisen.

Bei der Darmspiegelung bewegt die Ärztin oder der Arzt ein Endoskop durch Ihren Dickdarm. Ein Endoskop ist ein beweglicher Schlauch mit Kamera und Arbeitskanal.

Mit dem Endoskop kann die Ärztin oder der Arzt ausserdem Gewebeproben aus der Darmschleimhaut entnehmen, Polypen abtragen oder andere Eingriffe vornehmen. Entnommene Gewebeproben untersuchen Spezialistinnen und Spezialisten später in einem Labor. 

Vor der Darmspiegelung müssen Sie Ihren Darm entleeren. Dafür bekommen Sie Abführmittel und ausführliche Anweisungen, wie Sie vorgehen müssen.

Sie nehmen am Vortag zum ersten Mal das Abführmittel. Wenn Sie das Abführmittel nehmen, sollten Sie zu Hause sein, denn Sie werden immer wieder auf die Toilette müssen. 

Am Tag der Darmspiegelung müssen Sie zum zweiten Mal das Abführmittel nehmen. Der Darm produziert über Nacht Schleim. Damit der Schleim nicht bei der Darmspiegelung stört, müssen Sie nochmals abführen.

Sie bekommen von der Praxis oder dem Spital Informationen, wie die Darmspiegelung abläuft. Vielleicht ist es etwas anders, als hier beschrieben. Fragen Sie nach, wenn Sie etwas nicht verstehen oder wenn Ihnen eine Info fehlt.

Für die Darmspiegelung werden Sie einige Stunden in der Praxis oder im Spital sein.

Nach der Darmspiegelung dürfen Sie nicht selbst Auto oder Velo fahren. Sie bekommen während der Darmspiegelung ein Beruhigungsmittel oder Schlafmittel. Sie sind danach einige Stunden leicht benommen und dürfen nicht aktiv am Strassenverkehr teilnehmen.

Am besten, Sie lassen sich von einer befreundeten oder verwandten Person abholen oder Sie nehmen ein Taxi.   

Weitere Untersuchungen: CT oder MRT

Oft müssen die Ärztinnen und Ärzte weitere Untersuchungen bei Ihnen durchführen. Sie wollen damit besser verstehen, wie weit Ihre Krebserkrankung fortgeschritten ist.

Dazu nutzen sie die Computertomografie (CT) oder die Magnetresonanztomografie (MRT). Meistens verwenden die Ärztinnen und Ärzte die Abkürzungen CT und MRT.

Bei beiden Untersuchungen liegen Sie auf einem schmalen Tisch. Der Tisch fährt durch einen Ring oder eine kurze Röhre. Vielleicht erhalten Sie zuvor eine Flüssigkeit in die Venen gespitzt. Das ist ein sogenanntes Kontrastmittel. Es hilft den Ärztinnen und Ärzten dabei, den Tumor und mögliche Ableger des Tumors besser zu sehen.

Bei der CT-Untersuchung macht das medizinische Team Bilder vom Inneren Ihres Körpers. Das Gerät, mit dem Fachpersonen eine CT durchführen, heisst Computertomograf. Es arbeitet mit Röntgenstrahlen. Das funktioniert wie bei Röntgenbildern, die Sie vielleicht von anderen Arztbesuchen kennen.

Der Computertomograf macht nicht nur ein Bild, sondern sehr viele Bilder. Deshalb können die Ärztinnen und Ärzte dort sehr genau in Ihren Körper schauen.

Die CT-Untersuchung dauert ein paar Minuten. Wenn Sie vorher Kontrastmittel bekommen, dauert es insgesamt etwas länger.

Sie können nach der Untersuchung aufstehen und nach Hause gehen oder fahren.

Röntgenstrahlung ist für Menschen schädlich, wenn es sehr viel Röntgenstrahlung ist. Bei einer CT-Untersuchung sind Sie wenig Strahlung ausgesetzt. 

Auch bei der MRT-Untersuchung macht das medizinische Team Bilder vom Inneren Ihres Körpers. Das Gerät, mit dem Fachpersonen eine MRT durchführen, heisst Magnetresonanztomograf. Es nutzt dazu Magnetfelder. Magnetfelder sind keine Strahlung und sind nicht schädlich für Menschen.

Wie bei der CT-Untersuchung machen die Ärztinnen und Ärzte bei der MRT-Untersuchung sehr viele Bilder vom Inneren Ihres Körpers.

Die MRT-Untersuchung dauert länger als die CT-Untersuchung. Sie liegen etwa 20 bis 30 Minuten auf dem Tisch in der kurzen Röhre. Dabei macht das Gerät laute Geräusche. Sie können vom medizinischen Team Kopfhörer bekommen, welche die Geräusche dämpfen.

Eventuell können Sie Musik hören. Oder Sie erhalten Befehle, wie Sie atmen müssen während der Untersuchung.

Vielleicht bekommen Sie vor der Untersuchung ein Kontrastmittel gespritzt. Dann dauert die Untersuchung insgesamt etwas länger. 

Sie können nach der Untersuchung aufstehen und nach Hause gehen oder fahren.  

Wenn Sie zudem Beruhigungsmittel bekommen haben, müssen Sie ein Taxi nehmen oder sich von einer nahestehenden Person abholen lassen. Sie dürfen dann nicht am öffentlichen Verkehr teilnehmen.

Wie weit hat sich der Krebs ausgebreitet

Damit das medizinische Team die Behandlung planen kann, klassifiziert es den Tumor. Damit sieht es, wie weit sich der Tumor ausgebreitet hat und welche Behandlung infrage kommt. Das nennt man im Fachjargon Tumorstaging.

Je nachdem, wie weit ein Tumor fortgeschritten ist, brauchen Sie unterschiedliche Behandlungen. Wenn der Tumor weiter fortgeschritten ist oder schon Ableger gebildet hat, brauchen Sie meistens umfangreichere Behandlungen als bei früheren Stadien.

Durch das Tumorstaging und die genaue Aufarbeitung der entnommenen Gewebeproben weiss das medizinische Team genau, welche Behandlungen Sie brauchen. Das medizinische Team stützt sich auf den neusten Wissensstand der Behandlungen. Damit wollen die Ärztinnen und Ärzte sicherstellen, dass Sie die richtigen Behandlungen bekommen.

Das medizinische Team untersucht, wie weit der Tumor bereits in das Gewebe des Darms eingewachsen ist.

Der Darm ist wie ein Schlauch, der aus mehreren Schichten besteht. Meistens entstehen die Tumoren innen im Darm, also in der innersten Schicht, der Darmschleimhaut (Mukosa). Wenn die Tumoren grösser werden, wachsen sie von innen nach aussen durch die Schichten der Darmwand hindurch. 

Die Schichten des Darms sind (von innen nach aussen):   

  • die Mukosa und die Submukosa (die innere Schleimhaut)
  • die Muskelschicht (die Zwischenschicht)
  • die Serosa (die äussere Schicht, die Wand des Darms)

Die Ärztinnen und Ärzte nutzen die sogenannte TNM-Klassifizierung, die auch für andere Krebsarten genutzt wird. Damit beschreiben sie, wie weit sich der Tumor bereits ausgebreitet hat. Sie besteht aus drei Kennzeichen, für welche die Buchstaben TNM stehen.

Im Bericht des Spitals finden Sie diese Buchstaben mit einer Zahl. Zum Beispiel steht dort: T2 N1 M0.

Wir erklären Ihnen, was das bedeutet: 

 

Der erste Buchstabe T steht für Tumor.

Tis: «Tumor in situ», der Tumor ist in einem frühen Stadium und ist ein kleiner Tumor. Er ist in der ersten Schicht, der Mukosa.

T1: Der Tumor ist in der Mukosa und der Submukosa.

T2: Der Tumor ist bis in die Muskelschicht gewachsen.

T3: Der Tumor ist bis in die äussere Schicht gewachsen, die Serosa. Aber noch nicht darüber hinaus.

T4: Der Tumor über die äussere Schicht hinausgewachsen. Er greift auf benachbarte Organe über. 

 

Der zweite Buchstabe N steht für Lymphknoten (englisch: nodes):

N0: Kein Lymphknoten hat Krebszellen.

N1: Bis zu 3 benachbarte Lymphknoten haben Krebszellen.

N2: 4 oder mehr Lymphknoten haben Krebszellen.

 

Der dritte Buchstabe M steht für Metastasen (das sind Ableger des Tumors):

M0: Es gibt keine Metastasen.

M1: Es gibt Metastasen in anderen Organen (etwa in der Leber oder der Lunge)

 

Wenn Sie im Bericht des Spitals T2 N1 M0 lesen, können Sie es so übersetzen: Der Tumor ist bis in die Muskelschicht gewachsen. In bis zu drei Lymphknoten sind Krebszellen. Der Tumor hat keine Ableger in anderen Organen gebildet.

Das medizinische Team erfasst den Tumore mit einer weiteren Klassifizierung. Dort gibt es 5 Stadien von 0 bis 4. 

Stadium 0: Der Tumor ist klein und in der Mukosa (entspricht Tis N0 M0).

Stadium 1: Der Tumor kann bis in die Muskelschicht gewachsen sein. Es gibt keine Krebszellen in den Lymphknoten und es gibt keine Ableger (entspricht T1 N0 M0 oder T2 N0 M0).

Stadium 2: Der Tumor ist bis in die äussere Schicht oder darüber hinaus gewachsen. Es gibt keine Krebszellen in den Lymphknoten. Es gibt keine Ableger (entspricht T3 N0 M0 oder T4 N0 M0).

Stadium 3: Der Tumor hat jede mögliche Grösse. Es sind Krebszellen in Lymphknoten. Es gibt keine Ableger (entspricht T1-4 N1 M0 oder T1-4 N2 M0) 

Stadium 4: Der Tumor hat jede mögliche Grösse. Es gibt Ableger in anderen Organen (entspricht T1-4 N0-2 M1) 

Das medizinische Team untersucht weitere Merkmale des Tumors. Diese Merkmale sind wichtig, damit das medizinische Team die richtigen Behandlungen für Sie auswählt.

Sie finden die Informationen darüber im Bericht des Spitals oder der Praxis. Fragen Sie bei Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt nach, wenn Sie mehr darüber wissen wollen. 

Was kann ich die Ärztin oder den Arzt fragen?

  • Wo ist der Krebs?
  • Hat sich der Krebs schon weiter ausgebreitet?
  • In welchem Stadium ist der Krebs und was bedeutet das?
  • Brauche ich noch andere Untersuchungen, bevor wir über die Behandlung entscheiden können?
  • Sollte ich mit einer Beratungsperson aus der Genetik reden, um mich und meine Familie über weitere Vorsorgeuntersuchungen informieren zu lassen?
  • Wurde der Krebs auf Gen-Veränderungen untersucht, die bei der Auswahl meiner Behandlungsmöglichkeiten helfen könnten?
  • Muss ich noch andere Fachpersonen aufsuchen?
  • Wenn ich mir Gedanken über die Kosten und die Kostenübernahme durch meine Krankenversicherung mache, wer kann mir helfen?

Aktualisiert im März 2026

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