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Welche Untersuchungen führen zur Diagnose Magenkrebs?

Mehrere Untersuchungen sind notwendig, um die Diagnose Magenkrebs zu stellen. Wir beschreiben Ihnen die Wichtigsten.

Untersuchung bei der Ärztin oder beim Arzt

Ihr Arzt fragt Sie:

  • nach Ihren Beschwerden,
  • nach Ihren Ess- und Trinkgewohnheiten,
  • ob Sie Medikamente einnehmen.

Ausserdem tastet der Arzt Ihren Körper ab. Er spürt, ob sich irgendwo Wasser eingelagert hat. Er tastet auch nach geschwollen Lymphknoten.

Ihr Blut wird untersucht. Die Blutwerte sagen aus, wie ihr Allgemeinzustand ist und wie Ihre Organe funktionieren. Eine Stuhlprobe wird nach Blut im Stuhl untersucht. Blut im Stuhl kann auf einen Tumor hinweisen.

Wie läuft eine Magenspiegelung ab?

Für eine Magenspiegelung müssen Sie für einige Stunden ins Spital oder in die Arztpraxis. Wenn Sie wollen, können Sie während der Magenspiegelung schlafen. Dann erhalten Sie vorher ein Schlafmittel.

Haben Sie ein Schlafmittel bekommen? Dann ist Ihr Denken und Ihr Handeln für ein paar Stunden nach dem Aufwachen verlangsamt. Wichtig ist, dass Sie danach kein Auto, Motorrad oder Fahrrad fahren. Am besten lassen Sie sich nach der Magenspiegelung abholen.

Wenn Sie nicht schlafen wollen, erhalten Sie eine örtliche Rachenbetäubung. Danach können Sie selbstständig nach Hause.

Bei der Magenspiegelung schiebt die Ärztin oder der Arzt ein Schlauch mit einer kleinen Kamera durch die Speiseröhre in den Magen. Den Schlauch nennt man Endoskop. Mit der Kamera schaut sich der Arzt Ihren Magen von Innen an.

Sieht der Arzt verdächtige Veränderungen an der Mageninnenwand, entnimmt er ein kleines Stück Gewebe. Das nennt man Gewebeprobe oder Biopsie. Ein Gewebespezialist (auch Pathologe genannt) untersucht das Gewebe. Er schaut, ob darin Krebszellen enthalten sind oder nicht.

Ultraschall und CT

Beim Ultraschall fährt die Ärztin oder der Arzt mit einer Sonde über Ihren Bauch, während Sie auf dem Rücken liegen. Diese Untersuchung ist für Sie schmerzlos und dauert nur wenige Minuten.

Auf dem Bildschirm erkennt der Arzt die Strukturen des Magens und des Tumors.

Die Abkürzung CT steht für Computertomografie. Für eine CT müssen Sie in ein Spital oder ein Röntgeninstitut gehen. Die Untersuchung dauert wenige Minuten bis eine halbe Stunde. Sie ist schmerzlos. Sie sind dabei wach und können danach direkt wieder nach Hause gehen.

Für die CT-Untersuchung legen Sie sich auf eine Liege. Die Liege bewegt sich durch einen grossen Ring. In diesem Ring sind Röntgenröhren und Detektoren.

Manchmal erhalten Sie vor der CT-Untersuchung eine Flüssigkeit, die Sie trinken müssen. Oder Sie erhalten die Flüssigkeit direkt in die Vene gespritzt. Die Flüssigkeit ist ein Kontrastmittel. Das Kontrastmittel sammelt sich im Tumorgewebe an. So sieht der Arzt den Tumoren besser.

Mit dem Ultraschall und der CT beurteilen die Ärzte:

  • die Grösse des Tumors,
  • ob sich der Tumor im Körper ausgebreitet hat.

Manchmal hilft zusätzlich eine sogenannte PET-Untersuchung, um zu sehen, wie sich ein Tumor ausgebreitet hat.

Haben Sie Fragen zu den Untersuchungen?

Stellen Sie die Fragen vor der Untersuchung Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt oder dem Pflegepersonal. Mögliche Frage vor der Untersuchung sind:

  • Welches Ziel hat die Untersuchung?
  • Wie sicher sind die Ergebnisse der Untersuchung?
  • Kann ich auf die Untersuchung verzichten?
  • Gibt es Risiken oder Nebenwirkungen bei der Untersuchung?
  • Wann erhalte ich das Ergebnis?

Nach den Untersuchungen wissen Sie, ob bei Ihnen Magenkrebs vorliegt oder nicht.

In welchem Krankheitsstadium befindet sich der Magenkrebs?

Die Ergebnisse der Untersuchungen zeigen:

  • wie gross der Tumor ist.
  • ob der Tumor in das Gewebe eingewachsen ist.
  • ob sich der Tumor in die Lymphknoten ausgebreitet hat.
  • ob sich Metastasen gebildet haben.
  • wie bösartig («maligne») die Tumorzellen sind, das heisst: wie stark sich die Zellen von der eigenen Körperzellen unterscheiden.

Diese Punkte beschreiben in welchem Stadium sich die Krankheit befindet. 

Die Ärzte ordnen den Magenkrebs in Klassifikationen ein. Bei Magenkrebs heissen die Klassifikationen:

  • TNM-Klassifikation
  • Laurén-Klassifikation

Die TNM-Klassifikation beschreibt die Ausbreitung im Magen, in den Lymphknoten und in anderen Organen.

Die Buchstaben T, N, M bedeuten:

  • T = Tumor
  • N = Lymphknoten (lateinisch nodus = Knoten)
  • M = Metastasen

TNM-Klassifikation bei Magenkrebs (vereinfacht):

  • T = Wie weit der Tumor fortgeschritten ist, zeigen die Zahlen 1 bis 4. Je höher die Zahl, desto weiter hat sich der Tumor ausgebreitet oder desto grösser ist er.
  • T1 = Oberflächlich einwachsender Tumor.
  • T2 = Der Tumor wächst in die Muskelschicht ein.
  • T3 = Der Tumor wächst in die Bindegewebsschicht eine ohne Befall des Bauchfells.
  • T4 = Der Tumor ist in der Bindegewebsschicht und/oder wächst in benachbarte Organe und Teile des Körpers ein.
  • N = Wie viele Lymphknoten betroffen sind, zeigen die Zahlen 0 bis 3.
  • N0 = Keine Lymphknotenmetastasen
  • N1 = Metastasen in einem bis zwei Lymphknoten.
  • N2 = Metastasen in drei bis sechs Lymphknoten.
  • N3 = Metastasen in mehr als sieben Lymphknoten.
  • M = Wie viele Metastasen in anderen Organen sind, zeigen die Zahlen 0 oder 1.
  • M0 = Keine Metastasen.
  • M1 = Metastasen sind vorhanden

Arztbrief: was bedeuten die Buchstaben und Zahlen?

Steht im Arztbrief beispielsweise: T2N1M0, bedeutet das:

  • T2: Tumor ist in der Muskelschicht
  • N1: Metastasen in einem bis zwei Lymphknoten
  • M0: keine Metastasen in einem anderen Organ gefunden

Die Laurén-Klassifikation schätzt ein, wie aggressiv das Tumorgewebe wächst. Die verschiedenen Typen heissen:

  • Intestinaler Typ
  • Diffuser Typ

Der intestinale Typ wächst weniger aggressiv, als der diffuse Typ. Aggressive Typen können schneller wachsen, schneller Metastasen bilden oder treten schneller wieder auf.

Beim «Grading» des Tumors untersuchen die Ärzte, wie bösartig (»maligne») die Tumorzellen sind.  Sie schätzen dabei ein, wie stark sich die Krebszellen von den normalen Zellen unterscheiden. 

Danach ordnen die Ärzte den Tumor in Grading-Stufen ein. Je höher die Stufe ist, desto bösartiger sind die Tumorzellen.

Auf dem Tumorgewebe untersucht die Ärzte ausserdem das Vorliegen von biologischen Merkmalen, die für die Wahl der Behandlung nötig sind. 

Kennen die Ärztinnen und Ärzte das Krankheitsstadium, das Grading sowie die biologischen Merkmale des Tumors, können Sie die Behandlung genau darauf abstimmen.

Aktualisiert im Mai 2022.

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