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KrebsligaMedienMedienmitteilungenWeltkrebstag: 40 Prozent der Krebsfälle könnten vermieden werden

Weltkrebstag: 40 Prozent der Krebsfälle könnten vermieden werden

Die Krebsliga richtet am Weltkrebstag am 4. Februar den Fokus auf den grössten vermeidbaren Risikofaktor für Krebs: Tabak. Sie informiert über die schädlichen Auswirkungen des Tabakkonsums auf die Gesundheit und zeigt Massnahmen zur wirkungsvollen Tabakprävention auf.

In der Schweiz erkranken jedes Jahr mehr als 40 000 Menschen neu an Krebs. «Rund 40 Prozent aller Krebserkrankungen könnte durch die Umsetzung des uns zur Verfügung stehenden Wissens verhindert werden», sagt Daniela de la Cruz, Geschäftsführerin der Krebsliga Schweiz. Damit gehört Krebs zu jenen Krankheiten, die ein sehr hohes Präventionspotenzial aufweisen. In den meisten Fällen ist die Ursache der Krebserkrankung zwar nicht klar. Allerdings gibt es Risikofaktoren wie Rauchen, ungesunde Ernährung, mangelnder Sonnenschutz oder negative Umwelteinflüsse. Diese erhöhen erwiesenermassen die Wahrscheinlichkeit, an Krebs zu erkranken.

 

Tabak ist der grösste vermeidbare Risikofaktor für Krebs

Am offensichtlichsten zeigt sich das beim Tabak: Rauchen ist weltweit die häufigste Ursache für Krebs. Bei Lungenkrebs gehen 80 Prozent der Fälle auf das Konto von Tabak. Doch krebsauslösende Stoffe im Rauch schädigen nicht nur die Lunge, sondern den gesamten Körper. Deshalb haben Raucherinnen und Raucher auch eine mehrfach grössere Wahrscheinlichkeit, an weiteren Krebsarten wie beispielsweise Krebs der Mundhöhle, des Kehlkopfes, der Speiseröhre, der Bauchspeicheldrüse, der Nieren, der Harnblase, der Gebärmutter, der Brust, des Knochenmarks und des Dickdarms zu erkranken. Bei 19 Krebsarten ist Rauchen ein erwiesener Risikofaktor.

 

Tabakkonsum führt zu frühzeitigen Todesfällen

Pro Tag sterben 26 Menschen vorzeitig an den Folgen des Rauchens, das sind 9500 Menschen jährlich (6200 Männer und 3300 Frauen). Mehr als jeder zehnte Todesfall in der Schweiz ist Krankheiten zuzuschreiben, die in Verbindung mit dem Rauchen auftreten. Der Tabakkonsum verursacht zudem direkte medizinische Kosten (für ärztliche Behandlung, Medikamente, Spitalaufenthalt etc.) von 3 Milliarden Franken, umgerechnet 360 Franken pro Kopf, also über 1400 Franken pro vierköpfige Familie. Durch den temporären oder dauerhaften Ausfall von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern entstehen der Wirtschaft zusätzliche Kosten bzw. Verluste von rund 2 Milliarden Franken.

 

Wirkungsvolle Präventionsmassnahmen

Die tabakbedingte Sterblichkeit lässt sich am schnellsten und effizientesten senken, wenn Jugendliche gar nicht erst mit Rauchen anfangen und mehr Menschen das Rauchen aufgeben. Deshalb engagiert sich die Krebsliga als Trägerorganisation der Volksinitiative «Kinder ohne Tabak», die am 13. Februar an die Urne kommt (s. unten). Mit der Rauchstopplinie bietet die Krebsliga eine wirkungsvolle Hilfe beim Ausstieg. In ihren Präventionsmassnahmen orientieren sich die Krebsliga am Europäischen Kodex zur Krebsbekämpfung. Dieser umfasst 12 wirksame und wissenschaftlich fundierte Empfehlungen zur Senkung des Krebsrisikos.

Auch wenn das persönliche Risiko gesenkt werden kann, ganz vor der Erkrankung schützen kann man sich nicht. Krebs entsteht aus einem komplexen Zusammenspiel verschiedener beeinflussbarer und nicht beeinflussbarer Faktoren. So spielen auch genetische Faktoren und der Zufall eine grosse Rolle.

Volksinitiative Kinder ohne Tabak

Tabakwerbung wirkt: Die Forschung zeigt deutlich, dass Kinder und Jugendliche häufiger mit dem Rauchen beginnen, je mehr sie mit der Tabakwerbung in Kontakt kommen. Als Gesellschaft sind wir verpflichtet, sie vor dem Marketing für schädliche Tabakprodukte zu schützen. Minderjährigen dürfen künftig keine Tabakprodukte verkauft werden. Da ist es nur logisch, dass Tabakwerbung sie auch nicht erreichen darf. Deshalb unterstützt die Krebsliga gemeinsam mit weiteren Organisationen die Initiative, die am 13. Februar zur Abstimmung kommt.

Die Krebsliga berät, unterstützt und informiert Menschen mit Krebs und deren Angehörige. Sie setzt sich gezielt für Prävention und Früherkennung von Krebs ein und fördert die unabhängige Krebsforschung. Als nationaler Verband besteht sie aus 18 kantonalen und regionalen Krebsligen sowie der Dachorganisation, der Krebsliga Schweiz. Sie ist eine vorwiegend durch Spenden finanzierte Organisation.

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