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KrebsligaNews2026Tumortest vs. Gentest: Wo liegt der Unterschied?
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Tumortest vs. Gentest: Wo liegt der Unterschied?

12. Juni 2026

Bei mir wurde der Tumor genetisch untersucht. Ist das dasselbe wie ein Gentest im Blut? Und kann man damit auch feststellen, ob in unserer Familie eine vererbbare genetische Mutation vorliegt? Wir haben nämlich einige Krebserkrankungen in der Familie.

Anna Zahno, Fachberaterin KrebsInfo

Es geht hier um zwei verschiedene Tests, die man nicht miteinander vergleichen kann:

Beim genetischen Test am Tumorgewebe wird der Tumor selbst untersucht. Das macht man heute bei vielen Krebsarten, um mehr über die Eigenschaften des Tumors herauszufinden und die bestmögliche Behandlung auszuwählen. Dabei werden Veränderungen im Tumor analysiert, die erst im Laufe der Erkrankung entstanden sind. Dieser Test gehört zur normalen Untersuchung des Tumorgewebes und hat nichts mit einem Bluttest zu tun.

Der genetische Bluttest untersucht dagegen, ob eine erbliche Veranlagung für Krebs vorliegt. Dabei geht es nicht um den Tumor selbst, sondern um Gene, die von den Eltern vererbt wurden. Für diesen Test ist immer eine genetische Beratung notwendig. Ausserdem muss vorab geklärt werden, ob die Krankenkasse die Kosten übernimmt. Der Test wird auch nur durchgeführt, wenn die betroffene Person ausdrücklich zustimmt.

Wenn es in Ihrer Familie mehrere Krebserkrankungen gibt, kann es sinnvoll sein, eine solche erbliche Veranlagung abzuklären. Der erste Schritt ist eine genetische Beratung. Dort wird gemeinsam besprochen, ob ein Test sinnvoll ist.

Das Swiss Cancer Institute bietet allgemeine Informationen zur genetischen Beratung sowie eine Liste aller Zentren und/oder Ärztinnen und Ärzte in der Schweiz, die eine genetische Beratung und allfällige Testung anbieten. Im Idealfall erfolgt eine genetische Beratung auf Überweisung durch eine hausärztliche, gynäkologische oder onkologische Praxis. Die Beratung ist dann eine Pflichtleistung der Grundversicherung der Krankenkasse.

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