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Hodenkrebs

Jedes Jahr erkranken in der Schweiz rund 470 Männer an Hodenkrebs. Hodenkrebs macht etwa zwei Prozent aller Krebskrankheiten bei Männern aus. Bei Männern unter 40 Jahren ist Hodenkrebs allerdingst die häufigste Krebsart.

Die Hoden sind die männlichen Keimdrüsen. In den Hoden bilden sich die Samenzellen (Spermien). Auch das wichtigste männliche Sexualhormon Testosteron wird in den Hoden produziert.

Die Samen gelangen von den Hoden in die Nebenhoden. Die Nebenhoden liegen auf der Rückseite der Hoden und sind gut tastbar.

Die Samen reifen in den Nebenhoden und werden dort gelagert. Beim Samenerguss werden sie über den Samenleiter und die Prostata über die Harnröhre durch den Penis nach aussen befördert.

Grundsätzlich kann jeder Mann an Hodenkrebs erkranken. Die eindeutigen Krankheitsursachen, die Hodenkrebs auslösen, sind nicht bekannt.

Einige Faktoren scheinen aber für die Entstehung von Hodenkrebs mitverantwortlich zu sein:

  • Hodenhochstand ist eine fehlerhafte Lage der Hoden und wird auch Leistenhoden genannt. Zu der fehlerhaften Lage kommt es, wenn der Hoden in der Entwicklung bis zur Geburt, nicht oder nur teilweise aus dem Bauchraum in den Hodensack hinunter wandert.
  • Hodenkrebs in der Familie, wenn ein Verwandter ersten Grades (Vater, Bruder) bereits an Hodenkrebs erkrankt ist.
  • Frühere Hodenkrebserkrankung
  • Unfruchtbarkeit
  • Keimdrüsenunterfunktion

Kein Risikofaktor ist der Pendelhoden. Dabei handelt es sich um eine Hodenfehllage, bei welcher sich der Hoden vorübergehend nach oben zieht.

Es besteht kein nachgewiesener Zusammenhang zwischen Hodenkrebs und der Häufigkeit von Selbstbefriedigung oder Sex, dem Tragen von engen Hosen oder der Ausübung von Sportarten wie Boxen, Velofahren oder Fussball.

Bis heute sind leider keine Möglichkeiten zur Vorbeugung von Hodenkrebs bekannt.

Rauchen, Alkoholkonsum, Ernährung und Bewegung – das heisst der Lebensstil – lassen sich beeinflussen. Mit einer gesunden Lebensweise und dem Vermeiden bestimmter Risiken kann daher das Erkrankungsrisiko für einige Krebsarten gesenkt werden.

Eine generelle Empfehlung zur Früherkennung von Hodenkrebs gibt es nicht.

Die meisten Betroffenen entdecken Hodenkrebs selbst. Empfohlen wird die Hoden in regelmässigen Abständen abzutasten, wenn einer der folgenden Risikofaktoren zutrifft:

  • Hodenhochstand
  • Hodenkrebs in der Familie
  • frühere Hodenkrebserkrankung
  • Unfruchtbarkeit
  • Keimdrüsenunterfunktion

Dabei ist es wichtig, die Symptome zu kennen und bei einer entsprechenden Veränderung einen Urologen oder eine Urologin aufzusuchen.

Hodenkrebs macht sich meist schon in einem frühen Stadium bemerkbar. Wichtigstes Symptom ist eine meist tastbare, schmerzlose oder seltener auch schmerzhafte Vergrösserung, Schwellung oder Verhärtung im Hoden.

Weitere Beschwerden und Symptome sind:

  • Schweregefühl im Bereich des Hodens
  • Ziehen, Spannen in den Hoden oder in der Leistengegend
  • Unfruchtbarkeit
  • Selten eine Schwellung der Brustdrüse

Diese Beschwerden sollten Sie in jedem Fall bei Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt abklären und wenn nötig behandeln lassen.

Beim Verdacht auf Hodenkrebs werden unterschiedliche Untersuchungen gemacht. Im Einzelfall werden nicht alle hier beschriebenen Untersuchungen durchgeführt:

  • Anamnese: das Gespräch mit der Ärztin oder dem Arzt
  • körperliche Untersuchung: Abtasten der Hoden und Lymphknoten
  • Ultraschalluntersuchung
  • Bestimmung von Serumtumormarkern im Blut
  • feingewebliche Untersuchung der Hoden
  • Computertomografie (CT)

Zu den Behandlungsmöglichkeiten gehören:

  • Operation: Entfernung des betroffenen Hodens (Orchiektomie, Ablatio testis)
  • Aktive Überwachung (Active Surveillance)
  • Entfernung von Lymphknoten (Lymphadenektomie)
  • Medikamentöse Therapie: Chemotherapie
  • Strahlentherapie

Diese Behandlungen werden einzeln oder kombiniert durchgeführt. Werden sie kombiniert, kann das gleichzeitig oder nacheinander geschehen. 

Informationsmaterial

Sie haben die Diagnose Hodenkrebs erhalten? Folgende Informationen und Hilfsmittel können Sie vielleicht unterstützen:

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Inhalt aktualisiert: 08. Juni 2021