Danny liebt seine Tochter, Jiu-Jitsu, Töffs und das Leben. Einen Plan B? Den hatte er auch während seiner Erkrankung nie.
Danny liebt seine Tochter, Jiu-Jitsu, Töffs und das Leben. Einen Plan B? Den hatte er auch während seiner Erkrankung nie.
Name: Danny Schneider
Alter: 51 Jahre
Diagnose: Hodenkrebs
Hobbys: Surfen, Snowboarden, Brazilian Jiu-Jitsu, Motocross
Ich bin der stolzeste, engagierteste und liebendste Papi.
Was hat sich durch Krebs in deinem Leben am stärksten verändert?
Ich lebe im Moment und kreiere Erinnerungen für mich und meine Tochter (7). Denn sie ist das Schönste und Beste, was mir passiert ist.
Welche Stärke hast du an dir entdeckt, die du vorher nicht kanntest?
Keine. Ich bin eigentlich seit jeher positiv eingestellt. Aber meine Tochter hat mich sicher noch mehr gepusht. Für sie wollte ich unbedingt gesund werden.
Was war der härteste Moment – und wie bist du da wieder rausgekommen?
Als mir meine Mom Grapefruit ins Spital gebracht hat, und wir alle nicht wussten, dass Grapefruit die Wirkung der Medikamente aufhebt. Das gab eine unangenehme Nacht.
Richtig am Boden war ich aber in der Zeit nach der Chemo – mit der Trennung von meiner Partnerin und dem zweiten Rückfall. Doch ich wusste, meine Tochter braucht ihren Papi. Also raffte ich mich auf und änderte mein Leben. Ich begann wieder zu trainieren, gesund zu essen, auf Alkohol zu verzichten und ein strukturiertes Leben zu führen. Das will ich durchziehen.
Was hat dir Kraft gegeben?
Ich mir selbst und meine Tochter. Und zu wissen, dass ich keinen Plan B habe.
Wie hat dich die Krebsliga unterstützt?
Ich persönlich habe versucht, allein mit allem fertig werden. Die Krebsliga ist jedoch eine wertvolle Anlaufstelle und leistet viel. Sie ist mit unterschiedlichsten Angeboten für Betroffene und Angehörige da. Und es ist so wichtig, über Krebs zu sprechen. Darum mache ich auch bei dieser Kampagne mit. Nur wer selbst Krebs durchgemacht hat, weiss, wie sich das anfühlt.
Was ist dein grösster Wunsch für die Zukunft?
Gesund zu sein und möglichst viel Zeit mit meiner Tochter zu verbringen. Wenn ich mal nicht mehr da bin, soll sie die schönsten Erinnerungen an unsere gemeinsame Zeit haben.

Politisches Engagement:
In der Schweiz steigt die Anzahl der Cancer Survivor. Sie brauchen am Ende ihrer Therapie Begleitung, die heute meist fehlt. Die Krebsliga setzt sich dafür ein, dass Cancer Survivor eine koordinierte und wirksame Krebsnachsorge erhalten.
