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KrebsligaMedienstelleMedienmitteilungenRobert Wenner-Preis geht an zwei junge Forscherinnen auf dem Gebiet der Krebs-Immuntherapie
Medienmitteilung

Robert Wenner-Preis geht an zwei junge Forscherinnen auf dem Gebiet der Krebs-Immuntherapie

30. April 2026

Der Robert Wenner-Preis – eine Auszeichnung für junge Krebsforschende – geht in diesem Jahr an zwei Wissenschaftlerinnen: Prof. Dr. med. Michal Bassani-Sternberg (Universität Lausanne / CHUV) und Prof. Dr. med. Camilla Jandus (Universität Genf). Die Krebsliga Schweiz zeichnet beide für wegweisenden Arbeiten auf dem Gebiet der Krebsimmuntherapie aus. Erstmals waren Krebsbetroffene direkt an der Wahl der Preisträgerinnen beteiligt.

Die Krebsimmuntherapie nutzt die körpereigene Abwehr, um Krebszellen gezielt zu erkennen und zu bekämpfen. Trotz grosser Fortschritte sprechen bislang nicht alle Patientinnen und Patienten gleich gut auf bestehende Therapien an. Die Forschung sucht deshalb nach neuen Wegen, Immuntherapien wirksamer, individueller und breiter zugänglich zu machen. Zwei junge Wissenschafterinnen, die auf dem Gebiet wegweisende Arbeit leisten, werden von der Krebsliga mit dem Robert Wenner-Preis ausgezeichnet.
   

Personalisierte Immuntherapie voranbringen

Prof. Dr. med. Michal Bassani-Sternberg wird für ihre Pionierarbeit in der personalisierten Krebsimmuntherapie ausgezeichnet. Ihr ist es gelungen, einen innovativen Ansatz von der Grundlagenforschung rasch in die klinische Anwendung zu überführen. Mithilfe modernster genomischer und immunologischer Methoden sowie künstlicher Intelligenz entwickelt ihr Team innerhalb weniger Wochen massgeschneiderte Krebsimpfstoffe für einzelne Patientinnen und Patienten.Erste klinische Studien liefern vielversprechende Resultate bei verschiedenen Krebsarten. Besonders bemerkenswert ist, dass ihre Forschung auch Menschen mit seltenen oder fortgeschrittenen Tumorerkrankungen neue Therapieoptionen eröffnet.
   

Das Immunsystem besser verstehen

Prof. Dr. med. Camilla Jandus erhält den Robert Wenner-Preis für ihre patientennahe Forschung zur Immunantwort bei Krebs. Im Zentrum ihrer Arbeit steht die Frage, wie Immunzellen Tumore erkennen und nachhaltig bekämpfen können. Insbesondere ihre Erkenntnisse zur Rolle von sogenannten Helferzellen haben das Verständnis wirksamer Immunreaktionen gegen Krebs entscheidend erweitert.Ihre Forschung hat bereits zu patentierten Innovationen geführt. Neue zellbasierte Therapieansätze stehen kurz vor der klinischen Erprobung. Dabei verbindet sie wissenschaftliche Expertise mit einem konsequenten Fokus auf die Bedürfnisse von Krebsbetroffenen und ihren Angehörigen.
   

Krebsbetroffene erstmals in Auswahl eingebunden

Die Vergabe erfolgte nach einem neuen zweistufigen Auswahlverfahren. Zunächst nominierte die Wissenschaftliche Kommission der Krebsliga Schweiz herausragende Kandidatinnen und Kandidaten. Anschliessend beurteilten 13 Krebsbetroffene und Angehörige der Peer-Plattform der Krebsliga die Finalistinnen und Finalisten. Mit dieser Arbeit stellen die Peers sicher, dass Forschung ausgezeichnet wird, die für Betroffene einen Unterschied macht.
   

Je 50 000 Franken für laufende Forschungsprojekte

Aufgrund der ausserordentlich engen Bewertung und der herausragenden Leistungen beider Forscherinnen wurde entschieden, in diesem Jahr zwei Forschende auszuzeichnen. Die beiden Preisträgerinnen erhalten je 50 000 Franken als Beitrag an ihre laufenden Forschungsprojekte. Die Preisverleihung findet heute Abend in Lausanne statt.
 

Robert Wenner-Preis

Der Robert Wenner-Preis fördert herausragende junge Forschende in der Krebsforschung. Er konnte dank eines Legats des 1979 verstorbenen Basler Gynäkologen Robert Wenner ins Leben gerufen werden. Seit 1983 zeichnet die Krebsliga Schweiz jährlich oder alle zwei Jahre junge Wissenschaftler:innen aus. Der Preis gehört zu den wichtigsten Auszeichnungen für Nachwuchsforschende in der Schweizer Krebsforschung.

Weitere Informationen und bisherige Preisträger

 

Die Krebsliga Schweiz engagiert sich als gemeinnützige Organisation seit über 110 Jahren in der Krebsprävention, in der Forschungsförderung und für die Unterstützung von Menschen mit Krebs und ihren Angehörigen. Sie vereinigt als nationale Dachorganisation mit Sitz in Bern 18 kantonale und regionale Ligen. Sie wird vorwiegend durch Spenden finanziert und ist ZEWO-zertifiziert.
    

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