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KrebsligaÜber KrebsPräventionHormonersatztherapiePrävention

Hormonersatztherapie

Die Hormonersatztherapie oder Hormontherapie hilft bei Beschwerden in den Wechseljahren. Doch sie erhöht leicht das Risiko, an Brust- und Eierstockkrebs zu erkranken. Aber für viele Frauen ist der Nutzen grösser als das Risiko. Besprechen Sie die Entscheidung mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Was sind die Wechseljahre?

Die Wechseljahre sind ein Zeitraum, in dem der Spiegel der weiblichen Geschlechtshormone sinkt. Der Grund: Die Eierstöcke bilden weniger Östrogen und dadurch sinkt auch das Progesteron.

Die Wechseljahre beginnen einige Jahre vor der Menopause. Die Wechseljahre heissen auch Perimenopause.

Die Menopause beginnt ab dem Tag der letzten Regelblutung. Dann bildet der weibliche Körper nur noch sehr wenig Östrogen.

In den Wechseljahren haben viele Frauen Beschwerden.

Welche Beschwerden haben Frauen in den Wechseljahren?

Die häufigsten Beschwerden sind:

  • Sie haben Hitzewallungen und schwitzen mehr, vor allem nachts.
  • Die Stimmung schwankt häufiger.
  • Sie sind gereizter.
  • Sie schlafen nachts schlecht.
  • Sie sind ängstlicher.
  • Sie können sich nicht mehr so gut konzentrieren.
  • Sie haben Ohrensausen oder Tinnitus.
  • Ihre Gelenke schmerzen.
  • Die Haut oder die Schleimhaut ist trocken, vor allem im Intimbereich. Geschlechtsverkehr kann dann schmerzhaft sein.
  • Die Knochensubstanz baut sich ab. Der Knochen ist weniger stabil. Das ist die sogenannte Osteoporose.

Die Beschwerden in den Wechseljahren können Ihren Alltag belasten. Sprechen Sie mit einer Fachperson über Ihre Beschwerden.

Was ist eine Hormonersatztherapie?

Bei dieser Therapie erhalten Frauen 2 Hormone gegen Beschwerden in den Wechseljahren: Östrogen und das Gelbkörperhormon Progesteron.

Es sind oft bioidentische Hormone: Sie sind ähnlich den Hormonen, die der weibliche Körper bildet. Die Hormone gibt es als Tabletten, Gel, als Kapseln oder als Pflaster für die Haut.

Die Hormonersatztherapie wird von einer Frauenärztin oder einem Frauenarzt verordnet.

Erhöht die Hormonersatztherapie das Risiko für Brustkrebs?

Die Hormonersatztherapie mit Östrogen und Progesteron erhöht Ihr Risiko an Brustkrebs zu erkranken leicht. Das konnten Forschende in verschiedenen Studien feststellen

Wie viele Frauen wurden untersucht?

Über 8 Jahre wurden 1000 Frauen im Alter zwischen 50 und 64 Jahren untersucht.  

  • Ohne Hormonersatztherapie bekommen 19 Frauen Brustkrebs.
  • Mit Hormonersatztherapie bekommen 24 Frauen Brustkrebs.
  • Rund 5 Frauen mehr erkranken an Brustkrebs mit Hormonersatztherapie 

Das Risiko steigt auch, je länger Frauen die Hormonersatztherapie erhalten und je älter sie werden. Stoppen Frauen die Hormonersatztherapie sinkt das Risiko wieder.  

Bitte beachten Sie: Ihr Risiko für Brustkrebs hängt von verschieden Faktoren ab. Wenn es in Ihrer Familie häufiger Brustkrebs-Erkrankungen gibt, ist das ein Hinweis auf erbliche Belastung. Sprechen Sie darüber mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. 

Erhöht die Hormonersatztherapie das Risiko für Eierstockkrebs?

Die Hormonersatztherapie mit Östrogen und Progesteron erhöht Ihr Risiko an Eierstockkrebs zu erkranken leicht. Das konnten Forschende in verschiedenen Studien festgestellen. Nach dem Absetzen der Therapie geht das Risiko wieder zurück.

Sie möchten sich Hormone verschreiben lassen: Was tun?

Sprechen Sie mit Ihrer Frauenärztin oder Ihrem Frauenarzt über Ihren Beschwerden und über Ihr Risiko, an Brust- oder Eierstockkrebs zu erkranken. Die Ärztin oder der Arzt wir Ihnen Vor- und Nachteile der Therapie erklären

Um dieses Krebsrisiko einzuschätzen, wird die Frauenärztin oder der Frauenarzt Ihnen einige Fragen stellen und und Sie untersuchen.

  • Die Ärztin oder der Arzt fragt Sie, ob es in Ihrer Familie häufiger Brust- oder Eierstockkrebs gab.
  • Sie oder er wird Sie auch nach weiteren Riskofaktoren für Krebs fragen. Das sind beispielsweise Übergewicht, Rauchen oder, ob Sie regelmässig Alkohol trinken. 
  • Die Ärztin oder der Arzt führt vielleicht eine Mammografie oder eine Ultraschalluntersuchung der Brust durch.

Falls Sie sich gemeinsam für die Hormonersatztherapie entscheiden, sollten Sie folgendes besprechen: 

  • Sie besprechen gemeinsam, welche Art der Therapie Sie erhalten.
  • Sie erhalten Informationen, wie Sie die Medikamente einnehmen oder auftragen.
  • Sie müssen regelmässig für Untersuchungen zur Frauenärztin oder zum Frauenarzt. Dort besprechen Sie auch, wie und ob sich die Beschwerden verbessert haben.
  • Fragen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt wie lange Sie die Hormonersatztherapie benötigen. 

Auf der Webseite der Krebsliga finden Sie viele Informationen zu Krebs. Auch darüber, was Sie tun können, um Krebs vorzubeugen.

  • Nicole Steck, Wissenschaftlicher Support, Krebsliga Schweiz
  • https://cancer-code-europe.iarc.who.int/wp-content/uploads/2025/08/13-european-code-against-cancer-hormone-therapy-factsheet.pdf
  •  https://cancer-code-europe.iarc.who.int/wp-content/uploads/2025/08/13-european-code-against-cancer-hormone-therapy-policy-brief.pdf
  • https://www.gesundheitsinformation.de/hormontherapie-gegen-wechseljahrsbeschwerden.html

Aktualisiert im Januar 2026

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