krebsliga_aargaukrebsliga_baselkrebsliga_bernkrebsliga_bern_dekrebsliga_bern_frkrebsliga_freiburgkrebsliga_freiburg_dekrebsliga_freiburg_frkrebsliga_genfkrebsliga_glaruskrebsliga_graubuendenkrebsliga_jurakrebsliga_liechtensteinkrebsliga_neuenburgkrebsliga_ostschweizkrebsliga_schaffhausenkrebsliga_schweiz_dekrebsliga_schweiz_fr_einzeiligkrebsliga_schweiz_frkrebsliga_schweiz_itkrebsliga_solothurnkrebsliga_stgallen_appenzellkrebsliga_tessinkrebsliga_thurgaukrebsliga_waadtkrebsliga_wallis_dekrebsliga_wallis_frkrebsliga_zentralschweizkrebsliga_zuerichkrebsliga_zug
KrebsligaBeratung & UnterstützungInfomaterialFür AngehörigeKinder einbeziehenFür Angehörige

Wie mit Kindern über Krebs reden

Erkrankt ein Elternteil an Krebs, betrifft es die ganze Familie. Eltern sollten ihre Kinder über die Krebsdiagnose informieren. Offene Gespräche helfen Kindern, sich mit ihren Sorgen nicht alleine zu fühlen. Zudem geben offene Gespräche den Kindern Sicherheit und tragen zu einer guten Beziehung zwischen Eltern und Kindern bei.

Tipps für das Gespräch

Wichtig ist, dass sich Eltern viel Zeit für Gefühle und Fragen nehmen.

Einfache und klare Sprache

  • Brauchen Sie einfache Wörter und machen Sie kurze Sätze.
  • Sagen Sie nicht alles auf einmal. Teilen Sie die Information auf.
  • Fragen Sie nach, ob das Kind Sie verstanden hat.
  • Nennen Sie die Krankheit beim Namen. Sagen Sie, dass Sie Krebs haben. Erklären Sie dem Kind, dass dies mit dem Tier Krebs nichts zu tun hat.

Beispielsweise könnten Sie sagen:
« Ich habe einen Knoten in der Brust. Dieser Knoten nennt man Krebs. Krebs macht mich krank. Darum muss ich ins Spital. Dort wird der Knoten entfernt. »

Gegenwärtig sein

  • Lassen Sie Informationen weg, die erst zu einem späteren Zeitpunkt wichtig sind.
  • Erklären Sie Ihrem Kind die unmittelbaren Veränderungen in seinem Alltag.

Beispielsweise könnten Sie sagen:
«Morgen bekomme ich ein starkes Medikament. Das hilft mir, gegen Krebs zu kämpfen. »

Oder Sie sagen:
«Morgen bekomme ich einen Zaubertrank. Dieser hilft mir, gegen Krebs zu kämpfen. Der Zaubertrank hat Nebenwirkungen. Diese machen mich müde.»

Das Kind entlasten

  • Niemand ist schuld an der Krebserkrankung. Weder das erkrankte Elternteil, noch das Kind selbst.
  • Krebs ist nicht ansteckend.
  • Erwachsene kümmern sich um sich selbst und wenn nötig, holen sich Erwachsene Unterstützung.

Auf was Sie achten sollten

  • Ermutigen Sie Ihr Kind Fragen zu stellen.
  • Bestärken Sie Ihr Kind, sich weiterhin mit Freunden zu treffen und unbeschwerte Stunden zu verbringen.
  • Versprechen Sie nichts, was Sie nicht halten können.
  • Hören Sie auch einfach nur zu und bieten Sie dem Kind Ihre Nähe an.

So helfen Sie Ihrem Kind

Gespräche sind sehr wichtig, aber manchmal überfordert man Kinder damit. Deswegen ist es genau so wichtig, Bewältigungsstrategien zu fördern. Mit Bewältigungsstrategien lernen Kinder, ihre Gefühle anders als mit Worten auszudrücken. Kann das Kind seine Gefühle ausdrücken, hilft das ihm die Situation zu bewältigen.

Tipps für Bewältigungsstrategien

Bewältigungsstrategien für Kinder von etwa drei bis zwölf Jahren

  • gemeinsam Glückssteine gestalten
  • jeden Abend drei schöne Erlebnisse vom Tag aufzählen
  • ein Sorgenpüppchen oder eine Sorgenkiste basteln
  • gemeinsam ein Familientagebuch gestalten

Bewältigungsstrategien für Kinder ab zwölf Jahren

  • gemeinsam ein Lieblingslied suchen
  • zusammen kochen oder backen
  • ein Poster gestalten mit Ideen für Hänger-Tage
  • Ideen gegen schlechte Stimmung sammeln

Unterstützung holen
Manchmal ist es nicht möglich, alles alleine zu tragen. Es ist auch nicht nötig, alle Lasten alleine zu stemmen. Lassen Sie sich fachlich unterstützen. Unterstützung finden Sie bei den Beraterinnen und Berater der kantonalen oder regionalen Krebsligen, beim Krebstelefon oder bei der Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche Ihres Wohnortes.

Mehr Informationen über…

  • wie Kinder reagieren
  • altersgerechte Informationen
  • wie den Alltag meistern
  • wie Kinder Abschied nehmen
  • wann ein Kind Unterstützung braucht

 … und Tipps für Lehrpersonen finden Sie in der Broschüre «Wenn Eltern an Krebs erkranken»