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KrebsligaMedikamentöse Tumortherapie

Medikamentöse Tumortherapie

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Unter dem Oberbegriff «Medikamentöse Tumortherapien» wird heute eine Vielzahl von Medikamentenarten mit je unterschiedlichen Wirkmechanismen zusammengefasst. Früher sprach man praktisch nur von Chemotherapie.
Je nach Person, Krebsart und Krankheitsstadium kommt die eine oder andere Medikamentenart oder eine Kombination verschiedener Medikamente zum Einsatz. In der Broschüre erfahren Sie Näheres über die einzelnen Medikamentenarten und wie sie wirken. Ausführlich werden auch die komplexen Fragen erörtert, die es zu klären gilt, um bei jeder Person das individuell bestmögliche Resultat zu erreichen.
Medikamentöse Tumortherapien sind auch mit unerwünschten Wirkungen verbunden.

Bei einer Chemotherapie erhält der Patient Medikamente, die das Wachstum der Krebszellen hemmen oder abtöten. Solche Medikamente nennt man Zytostatika. Es gibt über hundert verschiedene Zytostatika, die je nach Krebserkrankung und Krankheitsstadium eingesetzt werden.

Chemotherapien werden meistens über eine Infusion verabreicht. Manche Krebsarten lassen sich hauptsächlich durch eine Chemotherapie behandeln, beispielsweise Leukämien und Lymphome. Bei anderen Krebsarten wird die Chemotherapie nach einer Operation und/oder nach einer Bestrahlung angewendet. Damit sollen eventuell noch im Körper vorhandene Tumorzellen zerstört werden. Eine Chemotherapie kann auch schon vor einer Operation erfolgen, um den Tumor zu verkleinern und dadurch die Erfolgsaussichten der Operation zu verbessern.
Schwinden die Aussichten auf Heilung, kann eine Chemotherapie möglicherweise die Beschwerden von Patienten lindern und so ihre Lebensqualität verbessern.


Wie wirken Zytostatika

  • Menschliche Zellen teilen sich regelmässig, die Zellteilung durchläuft dabei verschiedene Phasen.
  • Zytostatika stören die unterschiedlichen Teilungsphasen von Krebszellen und hemmen so das Wachstum des Tumors.
  • Auch gesunde Zellen, die sich häufig teilen, werden dadurch geschädigt. Dies ist die Hauptursache verschiedener unerwünschter Wirkungen, die während einer Chemotherapie auftreten können.

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

  • Zu den rasch teilenden Zellen gehören beispielsweise die Zellen der Darmschleimhaut, der Haarwurzeln oder die Blutzellen.
  • Dementsprechend können Nebenwirkungen wie Durchfall, Haarausfall und Blutarmut auftreten und es besteht eine erhöhte Anfälligkeit für Infektionskrankheiten.
  • Die meisten Nebenwirkungen lassen sich heute allerdings durch vorbeugende Massnahmen oder zusätzliche Medikamente mildern oder sogar verhindern.
  • Da die Organe die Fähigkeit haben sich zu erholen, gehen die Nebenwirkungen nach der Behandlung zurück.

Wann kann eine antihormonelle Therapie in Frage kommen?

  • Das Wachstum gewisser Krebsarten hängt vom Stoffwechsel der Geschlechtshormone ab. Unterdrückt man mit Medikamenten die Wirkung dieser Hormone, hemmt dies das Wachstum der Krebszellen.
  • Angewendet wird eine solche Therapie vor allem bei manchen Formen von Brust- oder Prostatakrebs und im Anschluss an andere Behandlungen wie Operation oder Chemotherapie.

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

  • Eine antihormonelle Therapie dauert in der Regel mehrere Jahre.
  • Dabei können Nebenwirkungen auftreten.
  • Bei Frauen sind das beispielsweise Hitzewallungen, Schwitzen, Stimmungsschwankungen und trockene Schleimhäute an den Geschlechtsorganen. Bei Frauen vor der Menopause bleibt die Menstruation aus.

Wie wirkt die Immuntherapie?

  • Bei einer Immuntherapie erhält der Patient Medikamente, die das Abwehrsystem des Körpers so anregen, dass es gezielt gegen Krebszellen vorgehen kann.
  • Interferone oder Interleukin sind beispielsweise Stoffe, die das Wachstum von Abwehrzellen im Organismus anregen.
  • Sie werden Patienten verabreicht, die unter speziellen Formen von Leukämie oder vom malignen Melanom leiden.


Wie wirken zielgerichteten Therapien?

  • Auf und in jeder menschlichen Zelle gibt es unterschiedliche Merkmale (Rezeptoren, Antigene etc.), an die sich Moleküle gezielt binden.
  • Krebszellen können etwa Rezeptoren oder Antigene aufweisen, die bei gesunden Zellen nicht oder wesentlich seltener vorkommen. Diese spezifischen Merkmale sind das Ziel von zielgerichteten Therapien: Die Medikamente erkennen Tumorzellen und docken an diesen an.
  • Über unterschiedliche Mechanismen kann das Wachstum eines Tumors durch zielgerichtete Medikamente gebremst werden.

Gesunde Zellen werden dabei nicht oder weniger stark angegriffen, sodass die Nebenwirkungen gezielter Therapien in der Regel weniger stark sind als bei einer Chemotherapie.

Cancer Basics – Taking oral chemotherapy at home