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Blasenkrebs (Krebs der Harnblase)

Etwa 1100 Menschen erkranken in der Schweiz pro Jahr an Blasenkrebs. Das sind etwa 3% aller Krebserkrankungen. Drei Viertel der Betroffenen sind Männer, ein Viertel Frauen. 63% der Patienten sind zum Zeitpunkt der Diagnose 70 Jahre oder älter.

Blase und benachbarte Organe
1. Blase 2. die beiden Mündungen der Harnleiter in der Blase 3. Harnröhre 4. Schleimhaut der Blase 5. Muskelschicht der Blase 6. Schliessmuskel der Blase 7. Mündung der Harnröhre im Schambereich

Die Harnblase liegt im Unterleib. Sie hat die Funktion, Harn zu speichern und beim Wasserlösen auszuscheiden. Die Blase besteht aus zwei Schichten: der Muskelschicht und der Schleimhaut, welche die Blase innen auskleidet. Blasenkrebs geht von der Schleimhaut aus.

Risikofaktoren

Es gibt keine eindeutige Ursache für Blasenkrebs. Einige Faktoren können jedoch das Risiko erhöhen, an Blasenkrebs zu erkranken. Ein sehr wichtiger Risikofaktor ist das Rauchen. Weitere mögliche Risikofaktoren sind:

  • häufiger und andauernder Kontakt mit bestimmten Chemikalien
  • chronische Blasenentzündung (Zystitis)
  • hoher Schmerzmittelkonsum
  • Bilharziose (Infektion durch bestimmte Parasiten, welche auch die Harnblase befallen)
  • frühere Chemotherapien oder Strahlentherapien im Beckenbereich

Symptome

Blasenkrebs verursacht oft kaum Beschwerden. Blut im Urin kann ein erstes Anzeichen sein. Auch wenn dies nur einmal auftritt, sollten Sie bei rötlich verfärbtem Urin den Arzt aufsuchen. Weitere, aber viel seltenere Symptome sind häufiger Harndrang sowie Schwierigkeiten oder Schmerzen beim Wasserlösen.


Diagnose

Blasenkrebs wird häufig durch eine Blasenspiegelung diagnostiziert: Der Arzt führt ein Endoskop durch die Harnröhre in die Blase ein und untersucht so das Innere der Blase. Eine Ultraschalluntersuchung von Blase und Nieren sowie eine Darstellung der Harnwege mit Kontrastmittel liefern zusätzliche Informationen.


Therapie

Behandelt wird Blasenkrebs fast immer mit einem Eingriff oder einer Operation. Wenn die Krankheit auf die Schleimhaut begrenzt ist, kann man das befallene Gewebe entfernen und die Blase erhalten. Wenn der Krebs sich weiter ausgebreitet hat, muss die Blase entfernt werden. In diesem Fall wird während der Operation eine neue Harnableitung geschaffen, beispielsweise durch eine Ersatzblase oder durch ein Urostoma.

Strahlentherapie und Chemotherapie werden vor allem in fortgeschrittenen Stadien eingesetzt.