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Blasenkrebs (Krebs der Harnblase)

Jährlich erkranken in der Schweiz etwa 950 Männer und 320 Frauen neu an Blasenkrebs. Die Mehrheit der Betroffenen ist zum Zeitpunkt der Diagnose über 70 Jahre alt.

1. Blase 2. die beiden Mündungen der Harnleiter in der Blase 3. Harnröhre 4. Schleimhaut der Blase 5. Muskelschicht der Blase 6. Schliessmuskel der Blase 7. Mündung der Harnröhre im Schambereich

Die Blase liegt im Unterleib. Sie hat die Funktion, Urin zu speichern und beim Wasserlösen auszuscheiden. Die Blase besteht aus zwei Schichten: einer Muskelschicht und einer Schleimhaut, welche die Blase innen auskleidet.

Blasenkrebs entsteht in den meisten Fällen aus den Zellen der Schleimhaut.

Meistens wird Blasenkrebs in einem frühen Stadium entdeckt, wenn der Krebs die Muskelschicht noch nicht befallen hat. In diesem Fall spricht man von einem nicht-muskelinvasiven Blasenkrebs.

Manche Tumoren durchwachsen die Muskelschichten sowie die ganze Blasenwand. Sie werden als muskelinvasiver Blasenkrebs bezeichnet.

Blasenkrebs kann sich auf benachbarte Gewebe und Organe ausbreiten. Über Lymph- oder Blutgefässe gelangen Krebszellen in andere Organe und bilden dort Metastasen (Ableger).

Der grösste Risikofaktor für Blasenkrebs ist das Rauchen. Zigarettenrauch zum Beispiel enthält krebserregende Stoffe, die beim Rauchen ins Blut gelangen. Von der Niere werden diese Stoffe aus dem Blut herausgefiltert und gelangen mit dem Urin in die Blase. Dort belasten sie die Blasenschleimhaut so lange, bis sie wieder ausgeschieden werden.

Weitere Risikofaktoren für Blasenkrebs sind:

  • höheres Alter
  • Blasenkrebs in der Familie
  • häufiger und andauernder Kontakt mit gewissen Chemikalien
  • chronische Blasenentzündung (Zystitis)
  • Schmerzmittelmissbrauch
  • früher durchgemachte Chemotherapien
  • früher durchgemachte Strahlentherapien im Beckenbereich

Der grösste Risikofaktor für Blasenkrebs ist das Rauchen.

Rauchen wird auch in Verbindung gebracht mit einem schlechteren Krankheitsverlauf bei Blasenkrebs sowie mit einem höheren Risiko für ein Wiederauftreten der Krankheit. Es lohnt sich deshalb, so rasch als möglich mit dem Rauchen aufzuhören, selbst wenn Sie bereits an Blasenkrebs erkrankt sind. Die Rauchstopplinie unterstützt Sie dabei.

Blasenkrebs macht sich oft erst in fortgeschrittenen Stadien mit Symptomen oder Beschwerden bemerkbar:

  • Blut im Urin (rötliche oder bräunliche Färbung des Urins)
  • verstärkter Drang zum Wasserlassen ohne vermehrte Ausscheidung
  • Beschwerden (z.B. Brennen) in der Blasengegend beim Wasserlassen
  • Schmerzen in der seitlichen Bauchregion oder im Becken ohne erkennbaren Grund

Diese Beschwerden haben oft eine andere, harmlosere Ursache. Dennoch sollten sie abgeklärt werden. Je früher Blasenkrebs entdeckt wird, desto besser sind die Heilungschancen.

Bei einem Verdacht auf Blasenkrebs werden unterschiedliche Untersuchungen gemacht:

  • Körperliche Untersuchung
  • Laboruntersuchungen
  • Blasenspiegelung (Zytoskopie)

Für die weitere Abklärung und zur Planung der bestmöglichen Behandlung werden je nach Bedarf zusätzliche Untersuchungen durchgeführt:

  • Ultraschalluntersuchung (Sonografie)
  • Computertomografie (CT)
  • Magnetresonanztomografie (MRT)
  • Positronen-Emissionstomografie (PET)
  • Skelett-Szintigrafie

Ihr Behandlungsteam wird Ihnen den Ablauf dieser Untersuchungen erklären und wann welche Untersuchung sinnvoll ist.

Bei Blasenkrebs gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten:

  • Lokale chirurgische Therapie (TUR-B)
  • Lokale medikamentöse Therapie (Instillation)
  • Chirurgische Entfernung der Blase (Zystektomie)
  • Strahlentherapie (Radiotherapie)
  • Systemische medikamentöse Therapie (Chemotherapie oder Immuntherapie)

Eine dauerhafte Heilung von Blasenkrebs ist nur möglich, wenn der Tumor vollständig entfernt werden kann. Ist der Tumor bereits in die Muskelschicht eingewachsen, muss in manchen Fällen die ganze Blase chirurgisch entfernt werden. In diesem Fall wird während der Operation eine neue Harnableitung geschaffen, beispielsweise durch eine Ersatzblase oder durch ein Urostoma.

Haben sich bereits Metastasen gebildet, gibt es in den meisten Fällen keine Behandlung, die eine dauerhafte Heilung herbeiführen kann. Das Fortschreiten der Krankheit kann aber verzögert werden.

Informationsmaterial

Sie haben die Diagnose Blasenkrebs erhalten? Folgende Informationen und Hilfsmittel können Sie vielleicht unterstützen:

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Inhalt aktualisiert: 20. September 2021