Informationen zu Darmkrebs, Unterstützung und Beratung
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Darmkrebs ist ein bösartiger Tumor im Darm oder am Darm. Darmkrebs kann in allen Teilen des Darms auftreten. Diese Seiten behandeln bösartige Tumoren im Dickdarm und im Enddarm. Dort treten am häufigsten Tumoren auf. Die Fachpersonen nennen diese Krankheit Dick- und Enddarmkrebs oder kolorektales Karzinom. Lesen Sie hier mehr zu Früherkennung, Symptomen, Behandlungen und Nachsorge von Darmkrebs im Dick- und Enddarm.
Die meisten Betroffenen haben einen Tumor im Dickdarm oder Enddarm. Das sind die unteren Teile des Darms. Über 90 Prozent der Betroffenen haben Darmkrebs in diesen Teilen.
Trotzdem gibt es sehr selten auch im Dünndarm bösartige Tumoren. Der Dünndarm ist der obere Teil des Darms. Nur wenige hundert Menschen erhalten in der Schweiz jährlich diese Diagnose.
Darmkrebs im Dick- oder Enddarm können Ärztinnen und Ärzte mit verschiedenen Methoden früh erkennen. Bei der Darmspiegelung können sie gutartige Wucherungen erkennen und entfernen. Aus diesen Wucherungen können nach Jahren bösartige Tumoren entstehen.
Sie können auch einen Test machen, der Blut in Ihrem Stuhl findet. Falls das der Fall ist, wird Ihre Ärztin oder Ihr Arzt weitere Schritte mit Ihnen besprechen.
Sie können diese Beschwerden oder Symptome haben, wenn Sie an Darmkrebs erkrankt sind.
Sie haben Blut in Ihrem Stuhl. Das Blut kann hellrot oder dunkelrot sein.
Sie fühlen sich über mehrere Wochen sehr müde.
Sie verlieren mehrere Kilogramm an Gewicht, ohne dass Sie das wollen.
Bitte beachten Sie: Wenn Sie eines oder mehrere dieser Beschwerden oder Symptome haben, heisst das nicht, dass Sie sicher an Darmkrebs erkrankt sind. Diese Beschwerden können auch von anderen Erkrankungen kommen.
Sprechen Sie in jedem Fall mit Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt, falls Ihre Beschwerden und Symptome mehrere Wochen bleiben.
Teilweise haben Menschen, die an Darmkrebs erkranken, überhaupt keine Beschwerden oder Symptome. Die Krebsliga empfiehlt Ihnen deshalb: Gehen Sie ab 50 Jahren zur Vorsorgeuntersuchung.
Von Symptomen sprechen Ärztinnen und Ärzte, wenn sich in Ihrem Körper etwas verändert, das auf eine Krankheit hinweist. Ein Symptom kann Ihnen Beschwerden bereiten, muss aber nicht. Zum Beispiel kann ein Symptom sein, dass Sie plötzlich dreimal am Tag Stuhlgang haben, obwohl Sie bisher nur einmal am Tag Stuhlgang hatten.
Lesen Sie mehr zu Symptomen und Beschwerden bei Darmkrebs auf der Seite Was ist Darmkrebs?
Welche Untersuchungen bekomme ich beim Verdacht auf Darmkrebs?
Ihre Ärztin oder Ihr Arzt wird Ihnen wahrscheinlich eine Darmspiegelung vorschlagen. Diese Untersuchung wird oft in einer Praxis für Gastroenterologie gemacht. Eine Gastroenterologin oder ein Gastroenterologe sind Fachärzte für die Organe des Verdauungstraktes.
Für eine Darmspiegelung müssen Sie am Tag zuvor den Darm leer machen. Sie bekommen dafür ein Abführmittel, das Sie am Tag vorher nehmen.
Die Darmspiegelung tut normalerweise nicht weh. Während der Untersuchung können Sie Medikamente bekommen, die Sie beruhigen oder mit denen Sie schlafen. Das Behandlungsteam wird das mit Ihnen besprechen.
Die Darmspiegelung selbst dauert etwa eine halbe Stunde. Insgesamt sind Sie aber etwa zwei Stunden in der Praxis. Nach der Darmspiegelung dürfen Sie an diesem Tag kein Auto oder Velo mehr fahren. Sie sind von den Medikamenten noch zu benommen. Am besten lassen Sie sich von jemanden abholen oder nehmen ein Taxi nach Hause.
Die Ärztinnen und Ärzte können folgende Behandlungen gegen Darmkrebs einsetzen:
In einer Operation schneiden Ärztinnen und Ärzte den Tumor weg.
Mit der Chemotherapie werden kleine Ableger des Tumors bekämpft.
Die Bestrahlung (Strahlentherapie) bekämpft ebenfalls kleine Ableger des Tumors.
Weitere Therapien mit Medikamenten helfen ebenso dabei, dass kleine Ableger bekämpft werden oder dass der Tumor nicht weiter wächst. Diese Therapien heissen in der Fachsprache Zielgerichtete Therapien und Immuntherapien.
Lesen Sie mehr zur Behandlung von Darmkrebs auf den Seiten:
PD Dr. med. Ralph Fritsch, Leiter Darmtumorzentrum, Leiter Endokrines und Neuroendokrines Tumorzentrum, Comprehensive Cancer Center Zürich, Universitätsspital Zürich
Hereditary gastrointestinal cancers: ESMO Clinical Practice Guidelines for diagnosis, treatment and follow-up, Stjepanovic, N. et al., August 2019, Annals of Oncology, Volume 30, Issue 10, 1558 - 1571
Localised colon cancer: ESMO Clinical Practice Guidelines for diagnosis, treatment and follow-up, Argilés, G. et al., Annals of Oncology, October 2020, Volume 31, Issue 10, 1291 - 1305
Metastatic colorectal cancer: ESMO Clinical Practice Guideline for diagnosis, treatment and follow-up, Cervantes, A. et al., January 2023, Annals of Oncology, Volume 34, Issue 1, 10 - 32
National Comprehensive Cancer Network, Guidelines for Patients: Colon Cancer, 2024, https://www.nccn.org/patients/guidelines/content/PDF/colon-patient.pdf
Betroffene, Angehörige, weitere Interessierte und Fachpersonen können den Dienst unter der Woche per Telefon, E-Mail, Chat oder WhatsApp von 10 Uhr bis 18 Uhr erreichen.