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Non-Hodgkin-Lymphome

Non-Hodgkin-Lymphome sind selten. Sie befallen die B- und T-Lymphozyten, zwei Arten weisser Blutkörperchen, die sich hauptsächlich im Lymphsystem finden.

Bisweilen machen Lymphozyten genetische Veränderungen durch und verwandeln sich in Krebszellen. Diese Zellen leben länger als normale Zellen. Sie vermehrten sich unkontrolliert und können Lymphome bilden.

Das B-Zell-Lymphom umfasst zahlreiche Lymphomarten mit sehr unterschiedlichem Verlauf. Die Tumorzellen können sich in den Lymphknoten, im umliegenden Gewebe oder in anderen Organen ausbreiten.

T-Zell-Lymphome sind oft aggressiv, manchmal entwickeln sie sich langsam. Sie befallen die Lymphknoten und verschiedene Organe (Haut, Milz, Leber, Dünndarm, Nasengänge).

In der Schweiz wird jedes Jahr bei etwa 1500 Personen ein Non-Hodgkin-Lymphom diagnostiziert. In etwa 90 Prozent der Fälle sind es B-Zell-Lymphome, zehn Prozent sind T-Zell-Lymphome. Ab dem Alter von 60 Jahren treten B- und T-Zell-Lymphome häufiger auf. Männer sind öfter betroffen als Frauen.

Das Lymphsystem

Lymphsystem im menschlichen Körper: 1. Mandeln 2. Ductus thoracicus 3. Darmlymphknoten 4. Leistenlymphknoten 5. Halslymphknoten 6. Achsellymphknoten 7. Thymus 8. Milz 9. Cisterna chyli 10. Knochenmark 11. Lymphgefässe

Das Lymphsystem ist ein wichtiger Bestandteil des Immunsystems, das den Organismus gegen Infektionen und Krankheiten schützt. Es besteht aus einem Netzwerk von Lymphgefässen, Lymphknoten und Lymphorganen.

Die Ursachen von B- und T-Zell-Lymphomen sind noch weitgehend unklar. Auch ein Mensch, der weder bekannte noch vermutete Risikofaktoren aufweist, kann an einem B- oder T-Zell-Lymphom erkranken.Die bekannten Risikofaktoren sind:

  • das Alter – erhöhtes Risiko bei Personen ab 60 Jahren, an einem B- oder T-Zell-Lymphom zu erkranken
  • eine Schwächung des Immunsystems durch so genannte Immunsuppressiva nach einer Organtransplantation, bei einer HIV-Infektion oder infolge einer natürlichen Unfähigkeit des Immunsystems, sich gegen eine Infektion zu wehren
  • bestimmte Erkrankungen des Immunsystems, welches das eigene Gewebe angreift
  • chronische Infektionen durch das Epstein-Barr-Virus oder andere Viren
  • eine frühere Krebsbehandlung, zum Beispiel eine Chemotherapie mit oder ohne Bestrahlung

Die Ursachen von Non-Hodgkin-Lymphomen sind noch weitgehend unklar. Eine systematische Präventionsmassnahme gibt es bislang nicht.

Eine Massnahme zur systematischen Früherkennung in der Allgemeinbevölkerung gibt es nicht.

Die Symptome eines B- oder T-Zell-Lymphoms richten sich nach der Art des Lymphoms, dem betroffenen Bereich und dem Fortschreiten der Krankheit. Andere Erkrankungen, wie Grippe, Schnupfen oder zum Beispiel eine Atemwegserkrankung, können dieselben Symptome zeigen. Wenn sie längere Zeit anhalten, sollte eine Ärztin oder ein Arzt aufgesucht werden.

Häufigstes Symptom ist das im Allgemeinen schmerzlose Anschwellen eines oder mehrerer Lymphknoten im Hals sowie in den Achselhöhlen und Leistenbeugen oder im Unterleib. 

Bei einem B- oder T-Zell-Lymphom können noch weitere Symptome auftreten:

  • Fieberschübe über 38° Celsius
  • unerklärliche Gewichtsabnahme
  • anhaltende Müdigkeit
  • starke nächtliche Schweissausbrüche
  • Juckreiz am ganzen Körper.

All diese Symptome sprechen nicht zwingend für ein Non-Hodgkin-Lymphom. Dies lässt sich nur durch einen Besuch bei einer Ärztin oder einem Arzt feststellen.

Wird bei Ihnen ein Non-Hodgkin-Lymphom vermutet, wird man Sie zunächst nach Ihren Beschwerden und Vorerkrankungen fragen. Des Weiteren geht es um mögliche Risikofaktoren und Ihre familiäre Vorgeschichte von Krebserkrankungen.

Danach führt der Arzt eine körperliche Untersuchung durch und achtet dabei besonders auf die Lymphknoten, die Leber und die Milz. Anschliessend werden die Lunge und das Herz untersucht.

Danach entscheidet die Ärztin oder der Arzt, welche Zusatzuntersuchungen nötig sind, um den Tumorherd herauszufinden:

  • Biopsie eines Lymphknotens
  • Punktion und Biopsie des Knochenmarks
  • Lumbalpunktion
  • Untersuchung von Zellen und Geweben
  • Blutabnahme und -untersuchungen
  • biochemische Analysen
  • bildgebende Verfahren: Röntgenuntersuchung, Computertomografie (CT), Positronen-Emissionstomografie (PET), Ultraschalluntersuchung, Magnetresonanztomografie (MRT).

Das Behandlungsteam berücksichtigt mehrere Faktoren, um einen Behandlungsplan zu erstellen, der Ihrer Situation am besten entspricht:

  • die Art des B- oder T-Zell-Lymphoms
  • ob das Lymphom aggressiv ist oder langsam voranschreitet
  • das Krankheitsstadium
  • Ihren Gesundheitszustand
  • Ihr Alter
  • ob es ein Rezidiv (Wiedererkrankung) nach einer Lymphombehandlung ist.

Je nach Einzelfall kann der Behandlungsplan stark variieren. Bitten Sie Ihr Behandlungsteam um Erläuterung.

Informationsmaterial

Wurde bei Ihnen ein Non-Hodgkin-Lymphom diagnostiziert? Folgende Informationsblätter oder Entscheidungshilfen können Ihnen vielleicht helfen:

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Inhalt aktualisiert: 18.06.2020