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Finanzielle Soforthilfe für Krebsbetroffene in der Corona-Pandemie

Eine Krebserkrankung kann Menschen in finanzielle Engpässe bringen. Die anhaltende Corona-Pandemie hat diese Situation weiter verschärft. Um diese Menschen gezielt zu entlasten, schuf die Krebsliga einen Covid-19-Spezialfonds. Damit unterstützte sie Krebsbetroffene, die wegen der Pandemie in finanzielle Not geraten sind.

Auch im 2021 hatten manche Krebsbetroffene wegen unvorhersehbarer Ereignisse mit finanziellen Engpässen zu kämpfen, weil sie aufgrund der Pandemie ihren Arbeitsplatz verloren oder ihr Pensum reduziert wurde. So geschah es beispielsweise bei Cornelia D., die als Fachfrau Betreuung Teilzeit in einem Wohnheim arbeitete. Wegen der Krebserkrankung war sie nach Ausbruch der Pandemie bei der Arbeit auf besondere Schutzmassnahmen angewiesen. Das wirkte sich negativ auf ihr Arbeitsverhältnis aus. «Durch die Coronakrise verlor ich meine Stelle. Das zog mir der Boden unter den Füssen weg. Plötzlich musste ich mit noch weniger Geld auskommen und hatte grosse Existenzängste», erzählt sie.
 

Finanzielle Not lindern

Um Menschen wie Cornelia D. unbürokratisch und gezielt Hilfe anzubieten, hat die Krebsliga im Frühjahr 2020 einen Covid-19-Spezialfonds geschaffen. Die regionalen und kantonalen Krebsligen hatten die Möglichkeit, aus diesem Fonds Gelder zur Unterstützung betroffener Personen zu beantragen. «Durch den Corona-Fonds konnten wir Einzelpersonen und Familien unterstützen und finanzielle Sorgen lindern. Die Betroffenen blicken heute wieder zuversichtlicher in die Zukunft» sagt Michèle Leuenberger-Morf, Geschäftsführerin und CEO der Krebsliga beider Basel.

Doch wie genau läuft der Prozess ab, um Unterstützung aus dem Covid-19-Spezialfonds zu erhalten? Die Beraterinnen und Berater der kantonalen bzw. regionalen Krebsliga beurteilen in einem ersten Schritt die finanzielle Situation der Betroffenen. Nach sorgfältiger Prüfung und wenn keine Hilfe aus staatlichen Mitteln geltend gemacht werden kann, erhalten sie zur Linderung von Notlagen aus dem Spezialfonds schnell und unbürokratisch die Mittel, die sie direkt an die Betroffenen auszahlen können. 

Die für Covid-19-Härtefälle gespendeten Gelder an die Krebsliga Schweiz sind via die kantonalen und regionalen Krebsligen an Krebsbetroffene ausbezahlt worden. Es wurden 129 Direktbetroffene respektive Familien unterstützt. Damit leistet die Krebsliga einen wichtigen Beitrag, um das Armutsrisiko krebsbetroffener Menschen in der Pandemie zu reduzieren. «Der Corona-Fonds der Krebsliga hat mich unterstützt, in einer Zeit, in der ich oft nicht mehr weiterwusste. Für diese Hilfe und die gleichzeitige Begleitung und Beratung durch die Krebsliga bin ich unglaublich dankbar», erzählt Cornelia D.
 

Krebsliga berät und unterstützt weiter

Die Pandemie und ihre sozioökonomischen Auswirkungen sind nach wie vor nicht überstanden. «Die Gesuche treffen erst mit einer gewissen Verzögerung bei den Beratenden ein, weil armutsbetroffene Menschen mit Krebs oft versuchen, sich zuerst auf andere Weise finanziell über Wasser zu halten, bevor sie um Hilfe bitten. Wir gehen deshalb davon aus, dass die Zahl der Hilfesuchenden und damit auch der Finanzbedarf und die Bedeutung solcher Unterstützungsmöglichkeiten nicht abnehmen werden», sagt Therese Straubhaar, Sozialarbeiterin bei der Krebsliga Schweiz. 

Krebsbetroffene, die aufgrund ihrer Erkrankung und der Pandemie in finanzielle Notlagen geraten, können sich weiterhin an die kantonale oder regionale Krebsliga ihres Wohnortes wenden, um finanzielle Beratung und Unterstützung in Anspruch zu nehmen.

Der Corona-Fonds der Krebsliga hat mich unterstützt, in einer Zeit, in der ich oft nicht mehr weiterwusste. Für diese Hilfe und die gleichzeitige Begleitung und Beratung durch die Krebsliga bin ich unglaublich dankbar.

Cornelia D.

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