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KrebsligaMedienMedienmitteilungenTabakproduktegesetz: Das Sponsoring muss endlich verboten werden

Tabakproduktegesetz: Das Sponsoring muss endlich verboten werden

In der Vernehmlassung zum Tabakproduktegesetz fordern Gesundheitsorganisationen, auf das Sponsoring von Tabakfirmen gänzlich zu verzichten. Die Gesundheit junger Menschen ist von höherem Wert als die wirtschaftlichen Interessen der Tabakkonzerne, erklären Krebsliga Schweiz, Lungenliga Schweiz, Schweizerische Herzstiftung, Sucht Schweiz und Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention Schweiz.

In der Schweiz beginnen zwei Drittel der Raucherinnen und Raucher zu rauchen, bevor sie 20 Jahre alt sind; nahezu 50 Prozent sogar schon vor ihrem 18. Geburtstag. Zahlreiche Studien haben aufgezeigt, dass ein Zusammenhang zwischen der Werbung und dem Tabakkonsum von jungen Erwachsenen besteht. Junge Menschen sind durch die Präsenz der Zigarettenhersteller im Internet oder bei Events besonders beeinflussbar. Daher erstaunt es nicht, dass die Tabakindustrie in diesen Sparten zunehmend aktiv ist, sich die sozialen Netzwerke zunutze macht und insbesondere Festveranstaltungen sponsert.

Nach Ansicht der Krebsliga muss dieser Bereich dringend geregelt werden. Das heute in die Vernehmlassung geschickte Tabakproduktegesetz, das eine Verstärkung des Werbeverbots auf allen Kanälen vorsieht, ist ein Schritt in die richtige Richtung. Dem von der Tabakindustrie häufig genutzten Werbemittel, dem Sponsoring, trägt es jedoch nicht genügend Rechnung; es sieht lediglich ein Sponsoringverbot für internationale und grenzübergreifende Veranstaltungen vor. Die Krebsliga Schweiz fordert ein grundsätzliches Verbot.

Es ist international weithin anerkannt, dass ein klares Werbe-, Sponsoring- und Promotionsverbot für die Bekämpfung des Tabakkonsums wichtig ist. Die Schweiz hat mit diesem Gesetz die Möglichkeit, endlich eine wirksame Regelung zu schaffen. Die Krebsliga wird die Vorlage genau prüfen und detailliert dazu Stellung nehmen.

Rauchen ist tödlich. Mehr als 80 Prozent der Lungenkrebserkrankungen sind auf den Tabakkonsum zurückzuführen. Mit jährlich 3800 Personen, die die Diagnose Lungenkrebs erhalten, und 3000 Todesfällen pro Jahr hält Lungenkrebs den traurigen Rekord der höchsten Krebssterblichkeit. Nur etwa 10 Prozent der Betroffenen überleben fünf Jahre nach der Diagnose. Rauchen stellt zudem einen Risikofaktor für andere Krebserkrankungen wie Speiseröhren– oder Rachenkrebs dar. Schätzungsweise 20 bis 30 Prozent aller Krebstodesfälle werden durch Tabak verursacht.