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KrebsligaMedienMedienmitteilungenFrüherkennung Darmkrebs: Grundsätze für berufsübergreifende Zusammenarbeit festgelegt

Früherkennung Darmkrebs: Grundsätze für berufsübergreifende Zusammenarbeit festgelegt

Frauen und Männer zwischen 50 und 69 Jahren, die in der Schweiz wohnhaft sind, sollen einen einfachen Zugang zu qualitätskontrollierter Darmkrebsvorsorge im Rahmen von organisierten Programmen erhalten. Wo dies nicht möglich ist, soll der Zugang über Anbieter opportunistischer Untersuchungen erfolgen, welche gewisse Mindestanforderungen erfüllen. Die Grundsätze der Zusammenarbeit und die Anforderungen an die Früherkennungsuntersuchungen wurden nun in einer interprofessionellen Charta festgehalten.

Mit der Unterzeichnung einer interprofessionellen Charta durch alle beteiligten Akteure im Bereich der Darmkrebsfrüherkennung ist ein wichtiger Meilenstein zum Ausbau des Angebots für die Früherkennung von Darmkrebs in der Schweiz erreicht worden.

Erarbeitet und unterschrieben wurde die gemeinsame Charta unter der Schirmherrschaft der Nationalen Strategie gegen Krebs (NSK) im Rahmen des NSK-Teilprojekts 2.1 von folgenden Akteuren: Swiss Cancer Screening, Krebsliga Schweiz, dem Schweizerischen Apothekerverband pharmaSuisse, der Schweizerischen Gesellschaft für Gastroenterologie und dem Berufsverband mfe Haus- und Kinderärzte Schweiz.

Allen Personen eine gleichwertige Leistung bieten
Ziel der Charta ist es, dass Personen, die zur Früherkennungsuntersuchung Darmkrebs gehen, bei diesen Akteuren eine gleichwertige Leistung erhalten – egal ob sie im Rahmen eines systematischen Programms zur Früherkennung eingeladen werden oder sich aus eigener Initiative für eine Früherkennungsuntersuchung in einer Apotheke, einer Hausarztpraxis oder bei einer Gastroenterologin / einem Gastroenterologen entscheiden.

Charta setzt auf drei Ebenen an: Information, Qualität und Vergütung
Um das Angebot an qualitativ hochstehender Früherkennung von Darmkrebs auszubauen, werden folgende Ziele angestrebt:

  • Alle Personen erhalten einheitliche und ausgewogene Informationen über die Vor- und Nachteile der verschiedenen Massnahmen zur Darmkrebsfrüherkennung.
  • Durch die Bereitstellung wissenschaftlicher Dokumentation verfügen die beteiligten Fachpersonen über einen einheitlichen, aktuellen Wissensstand.
  • Ein reibungsloser Ablauf ist durch die Festlegung des Informations- und Kommunikationsflusses zwischen den beteiligten Akteuren garantiert.
  • Schweizweit erhalten alle Personen, die zur Darmkrebsfrüherkennung gehen, eine Leistung mit gleichwertiger hoher Qualität. Die einzuhaltenden Qualitätsstandards sind in einer einheitlichen Richtlinie festgelegt.
  • Zum Bestimmen der Wirksamkeit hinsichtlich einer Senkung von Mortalität und Morbidität bei Darmkrebs wird das Angebot regelmässig überprüft und evaluiert.
  • Die Leistungen im Rahmen der Darmkrebsfrüherkennung werden zu einem Einheitstarif erbracht und möglichst franchisebefreit von der obligatorischen Krankenpflegeversicherung übernommen. Zu diesem Zweck ist ein Leistungskatalog mit einheitlichem Tarifniveau in Ausarbeitung.

Die Berufsverbände, die diese Charta unterzeichnen, beteiligen sich aktiv an der Umsetzung der festgehaltenen Werte und Grundsätze und respektieren diese bei ihrer täglichen Berufsausübung.

Die vollständige Charta können Sie unter www.nsk-krebsstrategie.ch herunterladen.

 

Darmkrebs ist eine der häufigsten Krebserkrankungen in der Schweiz bei Männern und Frauen. Jedes Jahr sterben ungefähr 1600 Personen an dieser Krankheit, obwohl die Heilungschancen sehr gut sind. Voraussetzung ist aber, dass der Darmkrebs rechtzeitig diagnostiziert wird. Zahlreiche schwere Erkrankungen können durch angemessene Früherkennungsuntersuchungen vermieden werden, welche die Erkennung neoplastischer Läsionen im fortgeschrittenen Stadium ermöglichen.

Oncosuisse ist ein Zusammenschluss von sieben Mitgliedern: Krebsliga Schweiz (KLS), Stiftung Krebsforschung Schweiz (KFS), Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für Klinische Krebsforschung (SAKK), Schweizerische Pädiatrische Onkologie Gruppe (SPOG), National Institute for Cancer Epidemiology and Registration (NICER), Schweizerische Gesellschaft für Medizinische Onkologie (SGMO), sowie Schweizerische Gesellschaft für Hämatologie (SGH).

Oncosuisse bezweckt als Gesellschaft die Wahrnehmung gemeinsamer Anliegen in der Krebsprävention, der Früherkennung von Krebs sowie in der Krebsforschung, der Krebshilfe und der Krebsbekämpfung auf strategischer Ebene.

Bund und Kantone haben im Dialog Nationale Gesundheitspolitik der Weiterführung der NSK bis Ende 2020 zugestimmt und Oncosuisse weiterhin mit der Verantwortung für die Umsetzungskoordination der Strategie betraut.

Mit der Nationalen Strategie gegen Krebs 2014-2020 werden Lösungen für Herausforderungen in der Vorsorge, der Betreuung und der Nachsorge von Krebsbetroffenen und für die Forschung zu Krebs in der Schweiz in einem breiten Netzwerk von Personen und Organisationen aus Gesundheitswesen, Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft erarbeitet.

 

 

 

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