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Brustkrebs

An Brustkrebs (Mammakarzinom) erkranken in der Schweiz pro Jahr etwa 5700 Frauen und 40 Männer. Damit ist Brustkrebs die häufigste Krebsart bei Frauen: auf Brustkrebs entfällt fast ein Drittel aller Krebsdiagnosen bei Frauen. Obwohl das Brustkrebs-Risiko nach dem 50. Lebensjahr deutlich ansteigt, betrifft die Krankheit auch jüngere Frauen: 20% aller Patientinnen sind zum Zeitpunkt der Diagnose jünger als 50 Jahre.

Die Brust: Fettgewebe und Milchdrüsen
1. Rippen 2. Brustmuskulatur 3. Fettgewebe 4. Brustwarze 5. Ausführungsgänge der Milchdrüsen

Die weibliche Brust besteht aus Drüsen-, Fett- und Bindegewebe. Sie ist von Drüsenläppchen (lateinisch lobuli) und Milchgängen (lateinisch ductuli) durchzogen. Wenn Brustkrebs von den Milchgängen ausgeht, sprechen Fachleute von einem duktalen Karzinom. Das duktale Karzinom ist die häufigste Form von Brustkrebs. Entsteht Brustkrebs hingegen in den Drüsenläppchen, spricht man von einem lobulären Karzinom.

Risikofaktoren

  • Das Alter: ältere Frauen erkranken häufiger als jüngere Frauen
  • Familiäre Belastung: Wenn bereits eine oder mehrere Verwandte ersten Grades (Mutter, Schwester, Tochter) erkrankt sind, steigt das Krankheitsrisiko
  • Erbliche Veranlagung: Bei einigen Frauen kann eine Genveränderung, beispielsweise die so genannten BRCA-Mutationen, nachgewiesen werden
  • Der Einfluss von Hormonen: z.B. erste Menstruation vor dem 12. Geburtstag, letzte Menstruation nach dem 55. Geburtstag; Geburt des ersten Kindes nach dem 30. Lebensjahr oder eine langjährige kombinierte Hormontherapie gegen Wechseljahrbeschwerden
  • Strahlentherapien: Frauen, deren Oberkörper beispielsweise wegen einer anderen Krebserkrankung bestrahlt wurde
  • Übergewicht
  • Alkohol und Rauchen

Prävention und Früherkennung

Manche Risikofaktoren für Brustkrebs lassen sich nicht beeinflussen. Andere Risikofaktoren sind eng mit dem persönlichen Lebensstil verbunden – sie lassen sich oft vermeiden oder zumindest reduzieren. Die Mammografie ist die wichtigste Methode, um Brustkrebs bei Frauen ab 50 Jahren frühzeitig zu erkennen. Wird Brustkrebs früh entdeckt, ist die Behandlung oft einfacher und die Überlebenschancen der betroffenen Frau sind im Allgemeinen höher.

Symptome und Beschwerden

Symptome, die an der betroffenen Brust auftreten können, sind:

  • Schmerzloser Knoten oder eine fühlbare Verhärtung
  • Hautveränderungen: Hauteinziehung (Delle) oder eine Vorwölbung, v.a. bei der Brustwarze
  • Entzündungen der Brustwarze
  • Neu auftretender Grössenunterschied der Brüste
  • Flüssigkeitsabsonderung aus einer Brustwarze, möglicherweise mit Blut vermischt
  • Vergrösserte Lymphknoten in einer Achselhöhle, unterhalb des Schlüsselbeins oder seitlich des Brustbeins
  • unerklärlicher Gewichtsverlust

 

Diagnose

Zur Diagnose von Brustkrebs wendet man in erster Linie zwei Verfahren an: die Mammografie  (Röntgenuntersuchung der Brust)und die Biopsie (Entnahme einer Gewebeprobe). Die definitive Diagnose wird anhand der Gewebeprobe gestellt. Die Mammografie wird auch zur Früherkennung von Brustkrebs eingesetzt.Abhängig vom Befund können weitere Untersuchungen folgen. So kann auch untersucht werden, ob der Tumor Metastasen  (Ableger) gebildet hat.

Therapie

Die Therapie bei Brustkrebs wird individuell geplant. Sie ist abhängig von der Ausdehnung und Lage des Tumors, von den Eigenschaften des Tumorgewebes und davon, ob Lymphknoten befallen oder Metastasen vorhanden sind.

Die Behandlungsmöglichkeiten von Brustkrebs sind:

Oft werden verschiedene Therapiearten miteinander kombiniert.