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Brustkrebs (Mammakarzinom)

Brustkrebs ist bei Frauen die häufigste Krebserkrankung. Ärztinnen und Ärzte können Brustkrebs gut behandeln. Die meisten Betroffenen (mehr als 80 Prozent) sterben nicht an der Erkrankung.  Welche Symptome Brustkrebs verursacht, wie Ärztinnen und Ärzte Brustkrebs erkennen und behandeln, erfahren Sie hier.

In der Schweiz erkranken jährlich etwa 6500 Frauen und 50 Männer an Brustkrebs. Der Fachbegriff ist Mammakarzinom. Die folgenden Informationen richten sich überwiegend an Frauen mit Brustkrebs.

Hier erfahren Sie mehr zu «Brustkrebs beim Mann»

Was ist Brustkrebs?

Brustkrebs ist ein bösartiger Tumor in der Brust. Meistens ist das Drüsengewebe der Brust betroffen: Milchgänge oder Drüsenläppchen. Bösartige Zellen vermehren sich unkontrolliert, wachsen in das umliegende Gewebe und schädigen es.

Krebszellen können sich über die Lymph- und Blutbahnen im gesamten Körper ausbreiten. Sammeln sich die Krebszellen in einem anderen Organ oder Körperteil sind das die sogenannten Metastasen oder Ableger.

In einem fortgeschrittenem Stadium metastasiert Brustkrebs häufig in die Knochen, in der Leber oder in der Lunge, seltener in das Gehirn.

Hier finden Sie mehr Informationen zu «Was ist Brustkrebs?»

Früherkennung von Brustkrebs

Wird der Brustkrebs früh erkannt, ist die Behandlung einfacher und die Heilungschancen sind besser. Einige Kantone haben deshalb sogenannte Früherkennungsprogramme. Mit der Früherkennung entdecken Ärztinnen und Ärzte Brustkrebs in einem frühen Stadium. 

Lesen Sie mehr zu «Früherkennung von Brustkrebs».

Ursachen und Risikofaktoren

Brustkrebs kann jede Frau treffen. Niemand hat Schuld daran.

Einige Faktoren erhöhen das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken. Andere Risikofaktoren  lassen sich nicht beeinflussen, wie beispielsweise das Alter oder das Geschlecht. Jede Frau kann aber Ihren Lebensstil beeinflussen. 

Haben Sie ein erhöhtes Brustkrebs-Risiko, benötigen Sie vielleicht frühere oder häufigere Früherkennungs-Untersuchungen, beispielsweise eine Mammografie. Ein erhöhtes Risiko haben beispielsweise Frauen mit einer Genmutation oder bei Brustkrebs in der Familie. Lassen Sie sich von Ihrer Frauenärztin oder Ihrem Frauenarzt beraten. 

Lesen Sie mehr zu «Prävention von Krebs».

Welche Symptome und Beschwerden weisen auf Brustkrebs hin?

Wenn Sie folgenden Veränderungen bei sich bemerken, sollten Sie mit Ihrer Frauenärztin oder ihrem Frauenarzt sprechen:

  • Sie spüren eine harte, kugelförmige Knoten oder Verhärtungen in der Brust oder unter dem Arm.
  • Sie sehen, dass sich Grösse, Form oder Farbe der Brust verändert hat.
  • Sie sehen, dass sich die Haut der Brust verändert hat, beispielsweise Dellen, einen Ausschlag oder Rötungen, besonders um die Brustwarze.
  • Sie bemerken, dass Flüssigkeit aus der Brustwarze tritt, obwohl Sie nicht schwanger sind oder stillen.
  • Sie bemerken, dass die Brustwarze entzündet ist oder sich auf eine andere Art verändert hat.
  • Sie sehen, dass Ihre Brust plötzlich eine andere Grösse hat oder eine Brust ist grösser als die andere.
  • Sie bemerken, dass Sie Gewicht verlieren, obwohl Sie nicht versuchen abzunehmen.

Nicht jede Verhärtung oder jeder Knoten in der Brust bedeuten, dass Sie Brustkrebs haben. Die genannten Symptome und Beschwerden können auch Hinweis auf eine weitere Erkrankung sein. 

Wenn Sie ihre Brust gut kennen, können Sie Veränderungen früh bemerken. Die Selbstuntersuchung der Brust ersetzt aber nicht eine Mammografie-Untersuchung.

Diagnose Brustkrebs: Welche Untersuchungen sind nötig?

Bei Verdacht auf Brustkrebs sind mehrere Untersuchungen notwendig. Welche Untersuchung eine betroffene Frau benötigt ist von Person zu Person verschieden. Das sind die wichtigsten Untersuchungen:

  • Körperliche Untersuchung bei der Ärztin oder beim Arzt
  • Mammografie, Ultraschall, Magnetresonanztomografie (MRT, englisch MRI)
  • Um die das Gewebe zu untersuchen, muss die Ärztin oder der Arzt eine Biopsie machen. Das ist eine Gewebeentnahme aus der Brust. Der Gewebespezialist (Pathologe) untersucht dann das Gewebe im Labor. Erst nach der Biopsie können die Ärzte sicher sagen, ob Sie Brustkrebs haben oder nicht.
  • Oftmals sind dann weitere Untersuchungen nötig, beispielsweise Computertomografie (CT), Positronen-Emissionscomputertomografie (PET-CT), und Knochenszintigrafie.

Möchten Sie mehr über die Untersuchungen wissen? Dann lesen Sie auch das Kapitel «Diagnose Brustkrebs: Welche Untersuchungen sind nötig?»

Wie wird Brustkrebs behandelt?

Bei Brustkrebs kommen mehrere Behandlungen infrage. Bei einer Operation entfernen Ärzte den Tumor. Während der Strahlentherapie werden Strahlen auf den Tumor gerichtet, was die Krebszellen zerstört. Medikamente bekämpfen die Krebszellen im ganzen Körper. Dazu gehören: Chemotherapieantihormonelle Therapiezielgerichtete Therapie und Immuntherapie .

Die unterschiedlichen Behandlungen werden teilweise miteinander kombiniert, gleichzeitig oder nacheinander.

Fragen Sie Ihr Behandlungsteam wie viel Erfahrungen es mit der Behandlung von Brustkrebs hat. 

Lassen Sie sich, wenn möglich, in einem Brustzentrum mit einem Qualitätslabel behandeln.  Brustzentren, die bestimmte Qualitätskriterien erfüllen, erhalten das Q-Label der Krebsliga und der Schweizerischen Gesellschaft für Senologie. Dort sind sind alle nötigen Behandlungs- und Betreuungsstandards erfüllt.   

Möchten Sie mehr dazu lesen? Alles Wichtige finden Sie im Kapitel «Wie wird Brustkrebs behandelt?»

 

Aktualisiert im März 2024
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