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Nierenkrebs (Nierenzellkarzinom)

Jedes Jahr erkranken in der Schweiz 990 Menschen neu an Nierenkrebs. Etwa zwei Drittel der Patienten sind Männer. Fast die Hälfte der Erkrankten ist zum Zeitpunkt der Diagnose über 70 Jahre alt.

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1. rechte Niere 2. Nierenarterie (rechts) 3. Nierenvene (rechts) 4. Hohlvene 5. grosse Körperschlagader (Bauchaorta) 6. linke Niere 7. Nierenarterie (links) 8. Nierevene (links) 9. Harnleiter

Die beiden Nieren liegen links und rechts der Wirbelsäule im Bauchraum. Sie filtrieren das Blut und scheiden «Abfallstoffe» des Organismus mit dem Urin aus. Nierenkrebs betrifft fast immer nur eine der beiden Nieren.

Es gibt keine eindeutige Erklärung für die Entstehung von Nierenkrebs. Gewisse Faktoren und Lebensumstände können das Erkrankungsrisiko erhöhen, müssen aber nicht. Das Risiko steigt, wenn eine Person gleichzeitig mehreren Risikofaktoren ausgesetzt ist.

Mögliche Risikofaktoren für Nierenkrebs sind:

  • Rauchen
  • Übergewicht
  • hoher Blutdruck
  • höheres Alter
  • über viele Jahre wiederholte Belastung mit Röntgenstrahlung
  • bestimmte Industriechemikalien
  • chronisch eingeschränkte Nierenfunktion
  • genetische Veranlagung

Familiäres Krebsrisiko

Manche Krebserkrankungen kommen in einigen Familien häufiger vor als in anderen, weil einzelne Mitglieder solcher Familien eine genetische Veranlagung tragen. Man spricht dabei auch von einem familiären Krebsrisiko.

Etwa zwei bis drei Prozent der Nierenkrebserkrankungen sind auf eine erbliche Veranlagung zurückzuführen.

Bis heute sind leider keine Möglichkeiten zur Vorbeugung von Nierenkrebs bekannt.

Rauchen, Alkoholkonsum, Ernährung und Bewegung – das heisst der Lebensstil – lassen sich beeinflussen. Mit einer gesunden Lebensweise und dem Vermeiden bestimmter Risiken kann daher das Erkrankungsrisiko für einige Krebsarten gesenkt werden.

Für nahe Verwandte von Nierenkrebskranken mit erblicher Veranlagung oder bei Menschen mit angeborenen Zystennieren sind eventuell bestimmte Massnahmen zur Früherkennung oder regelmässige Untersuchungen sinnvoll.

Die entsprechenden Informationen erhalten Sie bei ihrer Ärztin oder ihrem Arzt oder bei einer genetischen Beratungsstelle.

Nierenkrebs macht sich oft erst in einem fortgeschrittenen Krankheitsstadium mit Beschwerden bemerkbar. Deswegen bleibt die Krankheit lange unentdeckt. Meistens ist die Diagnose ein Zufallsbefund, zum Beispiel bei einer Ultraschalluntersuchung des Beckens.

Verschiedene Symptome können auf Nierenkrebs hinweisen:

  • Blut im Urin (Hämaturie)
  • Schmerzen in der seitlichen Bauchregion
  • tastbare Schwellung in der seitlichen Bauchregion
  • ungewollter Gewichtsverlust
  • Abgeschlagenheit
  • Fieber
  • Blutarmut (Anämie)
  • hoher Blutdruck
  • Lymphknotenschwellungen
  • Schwellungen der Beine (Ödeme)
  • erhöhter Kalziumspiegel im Blut
  • eingeschränkte Leberfunktion
  • bei Männern eine neu entstandene Krampfader im Hodensack (Varikozele)

Bei Beschwerden und Symptomen, die auf Nierenkrebs hindeuten, werden je nach Bedarf verschiedene Untersuchungen gemacht:

  • Körperliche Untersuchung
  • Laboruntersuchungen (Blut und Urin)
  • Ultraschall (Sonografie)
  • Computertomografie (CT)
  • Magnetresonanztomografie (MRT)
  • Nierenangiografie
  • Gewebeproben
  • Szintigrafie

Die hauptsächlichen Therapieverfahren bei Nierenkrebs sind Operation, minimal-invasive Verfahren (z.B. Behandlung mit Wärme oder Kälte) und medikamentöse Therapien.

Das wichtigste und entscheidende Verfahren zur Behandlung von Nierenkrebs ist die Operation. Dabei wird entweder die ganze vom Krebs befallene Niere oder ein Teil der Niere entfernt.

Tritt bei Kindern Nierenkrebs auf, handelt es sich meistens um eine spezielle Art von Krebs, das Nephroblastom. Am häufigsten sind Kinder im Alter von drei bis vier Jahren betroffen. Die Heilungschancen betragen über 90%.

Informationsmaterial

Sie haben die Diagnose Nierenkrebs erhalten? Folgende Informationen und Hilfsmittel können Sie vielleicht unterstützen:

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Inhalt aktualisiert: 16.10.2020