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KrebsligaKrebs vorbeugenKrebs früh erkennen und vorbeugenBrustkrebsMammografie-ScreeningBrustkrebs

Mammografie-Screening

Die Mammografie ist momentan die wichtigste Methode, um Brustkrebs bei Frauen ab 50 Jahren frühzeitig zu erkennen.

Das Mammografie-Screening-Programm

Im Rahmen von Mammografie-Screening-Programmen werden alle Frauen ab 50 Jahren alle zwei Jahren vom Programm zu einer Mammografie eingeladen. In Screening-Programmen hat jede Frau in dieser Altersgruppe die Möglichkeit, regelmässig Screening-Mammografien durchführen zu lassen, unabhängig von ihrer sozialen Herkunft oder ihren finanziellen Möglichkeiten. Die Programme sind verpflichtet, sich an hohe, gesetzlich vorgeschriebene Qualitätsanforderungen zu halten.

Bis jetzt bestehen Mammografie-Programme in den Kantonen Basel-Stadt, Bern, Freiburg, Genf, Graubünden, Jura (inkl. Berner Jura), Neuenburg, St. Gallen, Tessin, Thurgau, Waadt und Wallis.

In den Kantonen ohne Screening-Programm erfolgt die Durchführung einer Mammografie in Absprache mit der Ärztin oder dem Arzt.

Die Krankenkasse übernimmt die Kosten der Früherkennungs-Mammografie im Rahmen eines Programms oder bei einem familiär erhöhten Brustkrebsrisiko.

Erwünschte Auswirkungen der Früherkennung von Brustkrebs

Wissenschaftliche Studien zeigen, dass mit einem qualitätskontrollierten Mammografie-Programm Brustkrebstodesfälle verhindert werden können. Von 1000 Frauen, die im Alter von 50 Jahren beginnen, regelmässig alle zwei Jahre am Mammografie-Screening teilzunehmen, sterben in den folgenden zehn Jahren vier an Brustkrebs. Würden die 1000 Frauen nie am Screening teilnehmen, würden fünf an Brustkrebs sterben. Über diese zehn Jahre verhindert also das Screening einen Brustkrebstodesfall. Bei früh entdeckten Brustkrebserkrankungen ist zudem die Behandlung meist einfacher und weniger belastend. 


Unerwünschte Auswirkungen der Früherkennung von Brustkrebs

Wie bei allen Untersuchungen kann es auch bei einer Mammografie zu falschen Resultaten kommen. So kann es sein, dass Frauen weitere Untersuchungen machen lassen müssen und sich dann herausstellt, dass es sich um eine gutartige Veränderung handelt. Oder aber, dass Frauen Brustkrebs haben, dieser aber auf der Mammografie nicht sichtbar ist oder nicht erkannt wird.

Mit einer Mammografie werden auch Tumore entdeckt, die der betroffenen Frau wahrscheinlich nie Beschwerden bereiten würden («Überdiagnosen»). Leider ist es heute nicht möglich vorauszusagen, welche Tumore ungefährlich bleiben. Es kann auch sein, dass ein bösartiger Tumor gefunden wird, der nicht behandelbar ist.


Die Haltung der Krebsliga

Die Krebsliga empfiehlt und unterstützt Mammografie-Screening-Programme. Sie ist der Ansicht, dass aus heutiger Sicht die Vorteile der Screening-Programme die Nachteile überwiegen.
Medienmitteilung vom 2. Februar 2014: Die Krebsliga ist erstaunt über die Empfehlungen des Swiss Medical Board