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Jahresbericht Krebsliga Schweiz 2017

Krebsliga Freiburg

Die Behandlungen sind beendet... und was jetzt?

Sobald die Diagnose feststeht, kommt rund um die betroffene Person ein ganzer Pflegeapparat ins Rollen, der einen Grossteil der Zeit in Anspruch nimmt und enorm viel Energie abverlangt. Um die innere Leere nach einer Behandlung zu füllen, erleichtert ein Rehabilitationsprogramm den Übergang in ein normales Leben.

Erklärt der Arzt eines Tages, dass der Krebs besiegt ist, kann diese Nachricht eine grosse Leere hinterlassen ... Trotz der aus medizinischer Sicht erfolgten Heilung ist eine Rückkehr zur Normalität nicht immer einfach. Der Körper leidet möglicherweise an verschiedenen Nebenwirkungen wie Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten oder Schlaf- und Essstörungen.

Um diesen Übergang zu erleichtern, wird seit Juni 2017 im Gesundheitszentrum La Corbière in Estavayer-le-Lac ein ambulantes onkologisches Rehabilitationsprogramm angeboten. In der wunderschönen Kulisse eines Schlosses, umgeben von einem Park am Neuenburgersee, dauert dieses Gruppenunterstützungsprogramm insgesamt neun Wochen, bei zwei Halbtagssitzungen pro Woche. Es besteht aus angepasster Bewegung, Ernährungsberatung, psychoonkologischer und sozialer Betreuung sowie spezifischer Beratung zur Rückkehr ins Berufsleben.

Tätig zu diesen Themen werden die Sozialarbeiter der Krebsliga Freiburg. Ein wichtiger Teil des Kurses ist die Rückkehr ins Arbeitsleben. Bei guter Vorbereitung erhöhen sich die Erfolgschancen. So werden die Teilnehmenden über die Anmeldung bei der IV informiert und über die Möglichkeiten einer Unterstützung durch die KKL Freiburg, beispielswiese eines Jobcoachings.

Das Feedback der ersten Teilnehmergruppe fiel sehr positiv aus. Das Rehabilitationsprogramm ermöglicht es ihnen, ausserhalb des medizinischen Umfelds ein neues Kapitel aufzuschlagen, während sie gleichzeitig noch von multidisziplinärer Unterstützung profitieren. Geschätzt wird zudem der Austausch mit anderen Betroffenen. Er ermöglicht ihnen, die Zeit der Diagnose und Behandlung besser zu verdauen und sich mit der Tortur, die sie gerade durchlebt haben, verstanden zu fühlen. Sie lernen wieder, voller Zuversicht Projekte aufzunehmen, sich zu bewegen, zu lachen und manchmal auch zusammen zu weinen.

Vor dem Hintergrund dieser ersten positiven Erfahrungen wurde mit Unterstützung des Projektfonds der Krebsliga eine Projektgruppe gegründet, um die Machbarkeit eines ambulanten onkologischen Rehabilitationsprogramms auf kantonaler Ebene zu evaluieren.


Isabelle Rüttimann Dumont, Leiterin Spezialisierte Beratungsstelle