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Hautkrebs / Melanom (Schwarzer Hautkrebs)

Pro Jahr erkranken in der Schweiz rund 2400 Menschen an einem Melanom (schwarzer Hautkrebs). Das sind rund 6% aller Krebserkrankungen; das Melanom ist die vierthäufigste Krebsart. Schwarzer Hautkrebs kann auch bei jüngeren Menschen auftreten: 26% der an einem Melanom erkrankten Personen sind zum Zeitpunkt der Diagnose jünger als 50 Jahre. Etwa 300 Personen sterben jährlich in der Schweiz an einem Melanom.

Risikofaktoren

Eine der Hauptursachen für Hautkrebserkrankungen ist die UV-Strahlung. UV-Strahlen schädigen die Erbsubstanz. Bis zu einem gewissen Mass kann der Körper DNA-Schäden reparieren, einzelne Zellen können beschädigt zurückbleiben und sich zu Krebszellen entwickeln.

Personen, die eines oder mehrere der folgenden Merkmale aufweisen, sollten sich besonders gut vor der Sonne schützen und sich regelmässig selber auf Hautveränderungen untersuchen. Zudem sollte mit einem Arzt besprochen werden, ob eine regelmässige Kontrolle der Haut durch den Arzt notwendig ist.

  • Mehr als 100 Pigmentmale
  • Pigmentmale, die in Form und Farbe unregelmässig sind
  • Frühere Hautkrebserkrankung
  • Immunsupression

Prävention und Früherkennung

Um unsere Haut vor den schädlichen Einflüssen der Sonnenstrahlung zu bewahren, ist es nötig sie zu schützen. Der optimale Sonnenschutz hängt von der Intensität der UV-Strahlung, von der Art der Aktivität, von der Dauer des Aufenthalts an der Sonne sowie von der Sonnenempfindlichkeit der Haut ab.

Die wichtigsten Empfehlungen:

  • Zwischen 11 und 15 Uhr im Schatten bleiben
  • Sich mit Hut, Sonnenbrille und Kleidung schützen
  • Sonnenschutzmittel auftragen

Auch die künstliche UV-Strahlung erhöht das Risiko einer Hautkrebserkrankung. Von Besuchen im Solarium wird deshalb abgeraten.

Um systematische Untersuchungen zur Früherkennung von Hautkrebs bei Personen ohne erhöhtes Risiko zu empfehlen, sind die wissenschaftlichen Grundlagen zurzeit nicht ausreichend.

Es ist wichtig, auf Veränderungen der Haut zu achten und bei allfälligen Veränderungen einen Arzt aufzusuchen. Wenn sich ein Pigmentmal deutlich von den anderen in Form oder Farbe unterscheidet oder sich verändert sollte es medizinisch abgeklärt werden.


Schwarzer Hautkrebs (Melanom)

Hautkrebs tritt in verschiedenen Formen auf. Die gefährlichste Form ist das Melanom, auch schwarzer Hautkrebs genannt, weil es Metastasen bilden kann.

Ein Melanom kann in den Pigmentzellen der Haut entstehen. Die Pigmentzellen produzieren den Farbstoff Melanin und können Pigmentmale bilden, die als Leberflecken oder Muttermale bekannt sich. Im Prinzip sind Pigmentmale harmlos und bleiben dies in den meisten Fällen auch. In seltenen Fällen kann sich ein Pigmentmal zu Hautkrebs entwickeln. Etwa ein Fünftel aller Melanome entsteht aus bestehenden Pigmentmalen. Die Mehrheit der Melanome entsteht neu.


Diagnose

Auf der Haut können verdächtige Hautveränderungen wahrgenommen werden. Wenn sich ein Muttermal deutlich von den anderen in Form und Farbe unterscheidet oder sich verändert, sollte es medizinisch abgeklärt werden. Zur Diagnose entnimmt der Arzt oder die Ärztin eine Gewebeprobe von der verdächtigen Hautstelle.


Therapie

Hautkrebs wird wenn möglich chirurgisch entfernt. Das Ausmass der Operation hängt davon ab, wie weit sich der Krebs schon in die Tiefe der Haut ausgebreitet hat. Bei fortgeschrittenen Stadien sind oft zusätzliche Behandlungsmassnahmen nötig, beispielsweise medikamentöse Therapien (z.B. Immuntherapie oder Chemotherapie).