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Magenkrebs (Magenkarzinom)

An Magenkrebs erkranken jährlich etwa 930 Personen in der Schweiz. Sie finden hier Informationen zu was Magenkrebs ist, zu Symptomen und Beschwerden und wie Magenkrebs behandelt wird.

Was ist Magenkrebs?

1. Ender der Speiseröhre 2. Magen mit Magenschleimhaut 3. Dünndarm 4. Magenausgang (Pylorus)

Magenkrebs ist ein bösartiger Tumor im Magen. Von einem bösartigen Tumor spricht man, wenn sich Zellen eines Organs unkontrolliert vermehren und eine Geschwulst bilden. Solche Tumore können in das gesunde Gewebe einwachsen und es dadurch schädigen. 

Die Zellen eines bösartigen Tumors nennt man Krebszellen. Krebszellen können sich über die Lymph- und Blutbahnen im Körper ausbreiten. Eine Ansammlung von Krebszellen an anderen Stellen im Körper nennt man Metastasen oder Ableger.

Magenkrebs bildet Metastasen hauptsächlich:

  • im Bauchfell,
  • in den Lymphknoten,
  • in der Leber,
  • in den Lungen 
  • und in den Knochen

Fachpersonen bezeichnen Magenkrebs als Magenkarzinom.

Menschen, die an Magenkrebs haben, spüren oft lange Zeit nichts davon. 

Wenn Sie längere Zeit Beschwerden und Symptome haben wie:

  • Magenbrennen
  • keinen Appetit mehr
  • Schwierigkeiten beim Schlucken
  • öfter erbrechen müssen
  • ungewollt Gewicht verlieren
  • schwarzen Stuhl
  • Blutarmut durch einen Eisenmangel

können das Hinweise auf Magenkrebs sein. Die Krebsliga Schweiz empfiehlt Ihnen, diese Beschwerden mit Ihrer Hausärztin oder Hausarzt zu besprechen. 
 

Von einigen Einflüssen ist bekannt, dass sie das Risiko erhöhen an Krebs zu erkranken. Das bedeutet nicht, dass diese Einflüsse immer zu Krebs führen.

Weshalb ein Mensch an Krebs erkrankt und ein anderer nicht, bleibt oft unklar. Niemand ist schuld, wenn sie oder er an Krebs erkrankt. Krebs kann jede und jeden treffen.

Einige Einflüsse können das Risiko für Magenkrebs erhöhen. Das sind die Wichtigsten:

  • Wenn in Ihrem Magen das Bakterium Helicobacter pylori zu einer Entzündung der Magenschleimhaut führt.
  • Wenn Sie älter werden.
  • Wenn Sie rauchen.
  • Wenn Verwandte von Ihnen Magenkrebs hatten.
  • Wenn Sie einen andauernden Reflux von Magensäure haben. Fachpersonen sprechen von der gastroösophagealen Refluxkrankheit, kurz GERD.
  • Wenn Ihr Magen bestrahlt wurde.

Leiden Sie häufig an einer Magenentzündung? Haben Sie einen andauernden Reflux? Sind Verwandte von Ihnen an Magenkrebs erkrankt? Dann fragen Sie Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt um Rat. 
 

Kann Magenkrebs vererbt werden?

Wenige Personen haben eine Veranlagung für bestimmte Krebsarten geerbt. Diese Genveränderung in allen körperlichen Zellen erhöht das Risiko, an Krebs zu erkranken. Aber nicht alle Personen mit einer erblichen Genveränderung erkranken an Krebs.

Wie weiss ich, ob ich eine solche Genveränderung habe? Sprechen Sie mit Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt, wenn in Ihrer Familie viele Verwandte Magenkrebs hatten. Oder, wenn Ihre Verwandten sehr jung an Krebs erkrankten.

Mehrere Untersuchungen sind notwendig, um die Diagnose Magenkrebs zu stellen. Wir beschreiben Ihnen die Wichtigsten.

Ihre Hausärztin oder Ihr Hausarzt führt mit Ihnen ein Gespräch und fragt Sie:

  • Welche Beschwerden haben Sie?
  • Was sind Ihre Ess- und Trinkgewohnheiten?
  • Nehmen Sie Medikamente ein?

Er tastet Ihren Körper ab und tastet nach geschwollenen Lymphknoten. Ihr Blut und Ihr Stuhl wird untersucht.
Der Gastroenterologe (Facharzt für den Magen-Darm-Trakt) führt eine Magenspiegelung (Gastroskopie) durch. Sieht der Arzt eine verdächtige Veränderung an der Mageninnwand, entnimmt er ein Stück Gewebe (Biopsie). Die Biopsie wird untersucht, ob darin Krebszellen enthalten sind oder nicht.

Um zu sehen, ob sich ein Tumor ausgebreitet hat, helfen bildgebende Untersuchungen. Dazu macht der Arzt ein Ultraschall und veranlasst eine CT-Untersuchung. CT steht für Computertomografie. Manchmal hilft zusätzlich eine sogenannte PET-Untersuchung. 

Nach den Untersuchungen weiss man, ob Magenkrebs vorliegt oder nicht.

Nach dem die Diagnose gestellt wurde, planen Ärztinnen und Ärzte aus unterschiedlichen Fachrichtungen an einer gemeinsamen Sitzung die Behandlung. Diese gemeinsame Sitzung heisst Tumorboard.

Ihr behandelnder Arzt empfiehlt nach dem Tumorboard die am besten geeignete Behandlung.
Welche Behandlung infrage kommt, ist abhängig von:

  • Wie gross der Tumor ist? Ist der Tumor in das Gewebe eingewachsen?
  • Hat es Krebszellen in den Lymphknoten? Hat es Krebszellen an anderen Stellen im Körper (Metastasen)?
  • Liegen andere Erkrankungen vor?
     

Fragen Sie nach

Sie können jederzeit Fragen zur Wahl der Behandlung stellen. Mögliche Fragen sind:

  • Wie viel Erfahrung hat das Behandlungsteam bei der Behandlung von Magenkrebs? Die Erfahrung kann den Krankheitsverlauf und die Lebensqualität beeinflussen.
  • Mit welchen Nebenwirkungen muss ich rechnen? Was kann ich dagegen tun?
  • Kann ich nach der Operation wieder normal essen?
     

Die Behandlung besteht meistens aus mehreren Behandlungsmöglichkeiten. Oft kombinieren Ärztinnen und Ärzte einzelne Behandlungsmöglichkeiten. Die Behandlungen dauern oft Wochen oder Monate. 

Das sind die wichtigsten Behandlungsmöglichkeiten bei Magenkrebs:

  • In einer Operation entfernen Ärztinnen und Ärzte den Tumor. Selten kann der Tumor bei einer Magenspiegelung (Gastroskopie) entfernt werden.
  • Mit verschiedenen Medikamenten bekämpfen Ärzte Krebszellen in Ihrem Körper: Chemotherapie und Antikörpertherapie.
  • Mit Strahlentherapie (Radiotherapie) werden Krebszellen abgetötet.

Wenn Sie Fragen zu Ihrer Behandlung haben, lassen Sie sich die Fragen von Ihrem behandelnden Arzt oder vom Pflegepersonal erklären.
 

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Inhalt aktualisiert: 23. Juni 2022
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